Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ist Gangster Alphonso Capone noch eine kleine Nummer. Aber er weiß, wie man nach oben kommt. Er lässt sich mit diversen Gangsterkönigen ein, wechselt die Seiten, wenn es nötig ist, und schafft unliebsame Konkurrenten rechtzeitig aus dem Weg. Als die Prohibition kommt, freut sich das Ganovenvolk: Jetzt wird abkassiert. Bald ist Al Capone ganz oben. Doch jetzt kommen die Neider; ein Bandenkrieg entbrennt ...

Nun ist ja der Aufstieg und Fall einer Legende wie Al Capone eigentlich ein dankbares Thema. Da kann man normalerweise nicht viel falsch machen, mag man denken. Aber dieser zusammengestoppelte Film demonstriert auf eindrucksvolle Weise das Gegenteil. Produzent Roger Corman hat, um Kohle zu sparen, einfach seinen Film "Chicago-Massaker" von 1967 als Steinbruch verwendet und etliche Szenen wiederverwendet. Und während Meisterwerke wie "Scarface" (1932) von Howard Hawks sich auch um das gesellschaftliche Umfeld kümmern, belässt Regisseur Steve Carver es bei oberflächlichen Ballereien. Aber auch die waren bei Howard Hawks schon um einiges besser. In einer Nebenrolle verdingt sich Sylvester Stallone, der sich damals noch bei Roger Corman in strunzdoofen Billigproduktionen wie "Frankensteins Todesrennen" (1974) von Paul Bartel durchschlagen musste.

Foto: Fox