Für die Arbeiter eines Zementwerks in der Provinz sieht die Lage nicht gut aus. Von Fusion ist die Rede - und die Folgen sind klar. Mathias Wernicke und seinen Kollegen droht die Streichung der letzten noch verbliebenen Stellen. Der Gewerkschaftsfunktionär Dr. Robert Stubenrauch reist an, um zu retten, was zu retten ist. Trotz des Widerstandes, der dem Fremden an allen Fronten entgegengebracht wird, mobilisiert er die Belegschaft zu einem Hungerstreik. Während die Arbeiter - darunter auch Wernickes Sohn Ulli - mit ihrem Streik für beträchtliches Aufsehen sorgen, entwickeln Stubenrauch und Wernickes Frau Anne immer mehr Gefühle füreinander. So entspinnt sich eine heimliche Affäre zwischen dem vom Leben gezeichneten Funktionär, dem die Gefühle zu der resoluten Frau wieder Mut und neue Kraft geben und Anne, die in Stubenrauch die Chance sieht, aus ihrem kleinbürgerlichen Ehe- und Familienleben auszubrechen...

Andreas Kleinert inszenierte diese Mischung aus Sozialdrama und kleinbürgerlicher Beziehungskrise nach eigenem Drehbuch, an dem auch Hans-Werner Honert ("Tatort - Teufelskreis", "Tage des Sturms") mitarbeitete. Das allerdings haben sie in einigen Szenen zu vollgepackt. Kleinert und sein Hauptdarsteller Götz George sind übrigens bereits alte Bekannte: Im Jahre 2000 drehten die beiden die "Schimanski"-Episode "Tödliche Liebe", 2002 folgte das gefeierte Alzheimer-Drama "Mein Vater" und 2003 schließlich mit "Das Geheimnis des Golem" eine weitere "Schimanski"-Folge.

Foto: ZDF/WDR/Uwe Stratmann