Der jugendliche Inuit Inuk hat es nicht leicht: In der grönländischen Hauptstadt Nuuk fühlt er sich nicht wirklich wohl, zumal seine Mutter alkoholkrank und sein Stiefvater übermäßig gewalttätig ist. Als Inuk eines morgens von einer Sozialarbeiterin aufgegriffen wird, wird der Junge in ein Heim bei Uummannaq inmitten der arktischen See geschickt. Tatsächlich stammt Inuk von dort, hatte aber nach dem Eistod des Vaters die Gegend verlassen. Hier lernt Inuk den Jäger Ikuma kennen, der den Jungen in alte Geheimnisse einweiht und ihm damit gleichzeitig seine verloren geglaubte Identität zumindest ein Stück näher bringt ...

Streng genommen könnte dies auch die Geschichte eines Serben in Köln-Chorweiler sein. Denn die Inuit-Identität ist in diesem Sozialdrama eher zweitrangig. Hier geht es – wie in vielen anderen Filmen – um die Identitätsfindung eines Jugendlichen. Leider ist das Ganze filmisch zu unzureichend, holprig und allzu betulich erzählt, als dass man mit dem Protagonisten fühlen könnte.



Foto: Neue Visionen