Die 17-jährige Nathalie Dufour wird zusammen mit ihrem Freund Jucky und dem Komplizen David in einen Bankraub verwickelt. Zu spät bemerken die drei Unglücksraben, dass ihr Überfall, der von Gangstern organisiert wurde, nur als Ablenkungsmanöver dient, damit die Castelli-Brüder ungestört einen Geldtransporter ausräumen können. Wider Erwarten entkommen Jucky, David und Nathalie der Polizei. Sie spüren die Castelli-Brüder in ihrem Versteck auf und fordern ihren Anteil an der Beute. Dabei wird Jucky von den Gangstern getötet. David flüchtet mit der angeschossenen Nathalie zu deren Mutter Jeanne Dufour. Als Nathalie in deren Armen stirbt, startet Jeanne einen gnadenlosen Rachefeldzug ...

Annie Girardot überzeugt in diesem überaus spannenden Selbstjustizfilm aus Frankreich, den Alain Bonnot in der Tradition von Werken wie etwa Michael Winners "Ein Mann sieht rot" (1974) drehte. Die Arbeit der Polizei wird hier als unzulänglich und ineffizient geschildert. Die Rachegelüste der Protagonistin werden nicht nur mitfühlend geschildert, sondern aus dem persönlichen Schicksal ausreichend erklärt.

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