Sie sind die heißen Kids aus West-Belfast; eine Gang, der jeder Kick recht ist, der sie aus dem trostlosen Alltag herausreisst. Eines ihrer liebsten Hobbys ist "Joyriding", Autos knacken, kurzschließen und losrasen, bis der Wagen Schrott ist. Sean, dessen zwei Brüder als IRA-Aktivisten ums Leben gekommen sind, hat trotz seiner zahlreichen Missetaten, bei den Erwachsenen Schonzeit. Stattdessen hat es die Gemeindeversammlung auf den leicht zurückgebliebenen Marley abgesehen und verpasst ihm eine brutale Abreibung. Marley kommt ins Krankenhaus, und seine Gang rächt ihn auch prompt mit einer weiteren Joyriding-Attacke. Die aufgebrachten Bürger, allen voran zwei ehemalige IRA-Führer, Reggie und Tony , stellen Sean ein Ultimatum: Innerhalb von 24 Stunden soll er das Land verlassen....

Ein gradliniger und schonungsloser Film über Jugendliche in einer gespaltenen und brutalisierten Gesellschaft. Joyriding ist seit fast schon 30 Jahren in Belfast an der Tagesordnung und zwar genau seit der Zeit, als IRA-Aktivisten Jugendliche im Dienste ihrer Interessen zum Barrikadenbau und Autoklau animierten. Weitgehend losgelöst von diesem konkreten Hintergrund existiert das Joyriding auch heute noch als Form jugendlichen Protests gegen die brutale und perspektivlose Gesellschaft Nordirlands. "Crash Kids" greift dieses Thema differenziert und realistisch auf und geht mit der Katholischen Kirche, der IRA und der bigotten und schizophrenen Erwachsenenwelt schonungslos ins Gericht.