Man schreibt das Jahr 1192: Johann Ohneland bemächtigt sich des englischen Throns, denn er hält den rechtmäßigen Herrscher, seinen Bruder Richard Löwenherz, für tot. Als er erfährt, dass dieser im Kerker des deutschen Kaisers schmachtet und gegen ein hohes Lösegeld wieder freigekauft werden kann, weigert er sich zu zahlen und befiehlt, die Überbringer der Botschaft, unter ihnen Sir Henry von Nottingham, zu ermorden. Der Plan misslingt, Sir Henry entkommt in den Wald von Sherwood, der zu seinen Ländereien gehört. Dort verbündet er sich mit einer draufgängerischen Gruppe verfolgter Angelsachsen. Zu ihnen gehört auch der ebenso dicke wie kühne Pater Tuck. Er zählt bald zu den wichtigsten Mitstreitern des Grafen, der unter dem Namen Robin Hood in den Reihen der macht- und geldgierigen Königsverräter mit seinen Beutezügen für Angst und Schrecken sorgt ...

Die bekannte mitteralterliche Legende um Robin Hood und die mutigen Recken aus dem Sherwood Forest wurde schon in den Kindertagen des Kinos verfilmt. Allein zwischen 1909 und 1913 entstanden fünf Versionen. Doch das war erst der Anfang einer langen Kinogeschichte. In den folgenden Jahren schlüpften u. a. so namhafte Darsteller wie Douglas Fairbanks, Errol Flynn, Lex Barker und Sean Connery in die grünen Strumpfhosen. In dieser internationelen Koproduktion besetzte Regisseur Giorgio Ferroni den Italiener Giuliano Gemma, der in den Sechziger- und Siebzigerjahren gern für Western und Abenteuerfilmen engagiert wurde, in der Rolle des heldenhaften Kämpfers für Gerechtigkeit. Entstanden ist ein typisches Siebzigerjahre-B-Movie mit einem Schuss unfreiwilligem Humor. Hier tragen übrigens alle Charaktere hässliche Zottelbärte und Prinz-Eisenherz-Frisuren!

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