Tja, so kann's gehen, wenn man als Australierin eine heiße Verehrein des Kommunisten Josef Stalin ist: Joan Fraser schreibt ihrem Idol jede Woche einen glühenden Brief. Schließlich ist der Führer der Kommunistischen Partei davon so angetan, dass er die Holde nach Moskau einlädt. Dort angekommen verbringt Joan die letzte Nacht vor dem Tod Stalins mit dem angebeteten Despoten und mit dem mysteriösen Doppelagenten Nine. Jahre später stellt sich für Joan die Frage, wer der Vater ihres Sohnes ist, der nun ein problembeladener australischer Politiker ist...

In seinem furiosen Spielfilmdebüt um eine sturköpfige, unverbesserliche Stalinistin mischt Peter Duncan geschickt Fiktion und historische Begenheiten, lässt dokumentarischen Material einfließen, erinnert mit seinem sardonischen Witz häufig an die Komödien eines Billy Wilder und stützt sich dabei auf ein exzellentes Schauspieler-Ensemble. Besonders spaßig: F. Murray Abrahams gibt als Stalin eine Gesang- und Tanznummer zu Besten.