Der Junge Jim Hawkins findet eine Schatzkarte. Einst gehörte sie dem berüchtigten Piratenkapitän Flint. Voller Abenteuerlust heuert Jim auf der Hispaniola an und beginnt mit dem Gutsherren Squire, dem Arzt Dr. Livesy und Käpt'n Smollett mit der Suche nach dem versteckten Gold. Doch sie ahnen nicht, dass sich ehemalige Matrosen von Kapitän Flint an Bord befinden und eine Meuterei planen ...

Nach dem gleichnamigen, vielfach verfilmten klassischen Abenteuerroman von Robert Louis Stevenson (man denke nur an die Werke von Die Schatzinsel, Die Schatzinsel und Die Schatzinsel) drehte Byron Haskin ("Kampf der Welten") diese exzellent in Szene gesetzte Variante, die sich zwar nicht vollkommen an die literarische Vorlage hält, aber mit guten Darstellern (besonders Robert Newton in der Rolle des Long John Silver), hervorragender Ausstattung und gelungener Fotografie überzeugt. "Die Schatzinsel" war einer der ersten Realfilme aus dem Hause Disney, das sich damit unabhängiger von seinen Zeichentrick-Erfolgen machen wollte. Der damalige Kinderstar Bobby Driscoll ("Das unheimliche Fenster", "Onkel Remus' Wunderland"), der für seine Rolle des jungen Jim mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, konnte nach dem Ende der Pubertät nicht mehr an frühere Rollen-Erfolge anknüpfen und starb 1968 nach einer langjährigen Drogenkarriere vollkommen vereinsamt im Alter von nur 31 Jahren in einem Mietshaus im New Yorker East Village. Seine sterblichen Überreste - niemand hatte zunächst den Leichnam beansprucht - wurden in einem Massengrab auf einem New Yorker Armenfriedhof beigesetzt.

Foto: Disney