Die junge begabte Fotografin Clélia wird von dem Skandalpresse-Magnaten Rupert MacRoi angeheuert, um das Image seines Unternehmens aufzupolieren. Clélia lernt in Ruperts Hofstaat den sanften und fürsorglichen Herausgeber Clève kennen, der sich leidenschaftlich in sie verliebt und seine geplante Hochzeit mit der Nichte des Unternehmers absagt, um Clélia einen Heiratsantrag zu machen. Trotz aller Unterschiede zwischen ihnen nimmt Clélia den Antrag an. Doch dann lernt sie den wilden Némo kennen, der ihre Liebe zur Fotografie teilt und wagehalsige Recherchen zu illegalem Organhandel betreibt ...

Mit diesem Liebesdrama, das lose auf Madame La Fayettes 1678 erschienenen Roman "Die Prinzessin von Clèves" basiert, zeigte sich Andrzej Zulawski ("Nachtblende", "Meine Nächte sind schöner als deine Tage") in seinem Spätwerk respektlos, faszinierend und polarisierend wie immer. Elegant inszeniert, mit der erotischen Sophie Marceau in der Hauptrolle, konfrontiert Zulawski seine Charaktere mit traditionellen Vorstellungen von Verlangen und Treue und kommt zu ungewöhnlichen Schlussfolgerungen. "Die Treue der Frauen" war nach "L' amour Braque" (1985), "Meine Nächte sind schöner als deine Tage" (1989) und "Blue Note" (1991) die vierte und letzte Zusammenarbeit von Zulawski mit Marceau, die jahrelang miteinander liiert waren und einen gemeinsamen Sohn haben.

Foto: ZDF/Philippe Serieys