Die Suche nach einem Mörder führt Brunetti in ein Pflegeheim mit zweifelhaftem Ruf. Senioren genießen hier weniger Komfort als seine selige Mutter, der es dank Zuwendungen seines reichen Schwiegervaters an nichts mangelte. Um das finanziell angeschlagene Heim nicht unnötig in die Schlagzeilen zu bringen, ermittelt der Commissario diskret. Weniger Fingerspitzengefühl beweist der neue Staatsanwalt, der die Zukunft des Seniorenstifts mit einer sinnlosen Polizeiaktion aufs Spiel zu setzen droht. Brunetti schäumt vor Wut, denn er verfolgt längst eine ganz andere Spur ...

Seit 2000 ermittelt Donna Leons Commissario Brunetti nun schon im Ersten, seinerzeit schlüpfte Joachim Król in die Rolle des nachdenklichen Ermittlers, der dem Verbrechen in der herrlichen Lagunenstadt Venedig auf der Spur ist. Doch nach vier Kriminalfilmen verabschiedete sich Król mit dem Fall "Donna Leon - Nobiltà" von seiner Paraderolle. Ab 2003 übernahm Uwe Kockisch den Part des melancholischen wie grüblerischen Brunetti, erstmals in dem Fall "Donna Leon - Venezianisches Finale". 16 mitunter undurchsichtige Kriminalfälle, die von der wunderbaren Kulisse von Venedig profitieren, hat Kockisch inzwischen gedreht, immer unter der Regie von Sigi Rothemund. So auch diesen insgesamt 20. Fall, der mit der lanjährigen Stammbesetzung gedreht wurde und neben dem Kriminalfall die Problematik "Altern in Würde" thematisiert.

Foto: ARD/Degeto/BR/Nicolas Maack