Die Explosion eines Bootes im Hafen von Pellestrina fordert zwei Todesopfer. Nach der Obduktion der Leichen bestätigt sich Brunettis Verdacht: Die beiden Fischer wurden ermordet. Vor Ort gestalten sich die Ermittlungen äußerst schwierig, denn die schweigsamen Inselbewohner wollen nicht mit der Polizei kooperieren. Signorina Elettra macht daher einen gefährlichen Vorschlag: Sie wird ihre Verwandten auf Pellestrina besuchen und sich nebenbei etwas umhören. Nach einem weiteren Mord auf Pellestrina wird klar, in welcher Gefahr Elettra schwebt. Sie hat sich ausgerechnet in den jungen Fischer verliebt, dessen Onkel womöglich die drei Morde zu verantworten hat...

Regisseur Sigi Rothemund inszenierte auch diesen neuen Fall um den venezianischen Ermittler äußerst behäbig und kriminalistisch eher wenig spannend. So gilt auch hier: Vor allem die Postkartenbilder halten den Venedig-Fan bei der Stange. Rothemund, der schon zahlreiche Bücher der Autorin verfilmte, scheint mittlerweile an einer gewissen inszenatorischen Einfallslosigkeit zu leiden. Vielleicht sollte die ARD einmal darüber nachdenken, einen neuen Regisseur mit den Donna-Leon-Stoffen zu betrauen.

Foto: ARD/Degeto/Martin Menke