Irgendwo an der Grenze zwischen Mexiko und den USA: El Mariachi, der namenlose fahrende Sänger, reist von Kaff zu Kaff, um mit seiner Gitarre hier und da ein paar Dollar zu verdienen. Im Wüsten-Städtchen Acuna allerdings wartet man bereits auf ihn, oder besser: Man wartet auf den skrupellosen Killer Azul, dessen Markenzeichen die schwarze Kleidung und der Gitarrenkoffer sind. Drogenboß Mauricio will Azul umnieten lassen, doch seine dumpfbackigen Leute verwechseln ihn mit El Mariachi ...

Mit diesem Film machte der seinerzeit gerade einmal 24-jährige Robert Rodriguez von sich reden: In einer Zeit, da die Budgets von Hollywood-Produktionen explodieren, drehte er mit zusammengepumpten 7000 Dollar einen kompletten Film. Und das gar nicht schlecht. Seine wenig zimperliche Killerballade mixt auf geschickte Weise Motive des Italo-Western mit harten Schießereien im Stile Sam Peckinpahs. Dabei kommt auch der Humor - meist in eher schwarzer Ausprägung - nicht zu kurz. Das ließ Hollywood aufhorchen. Inzwischen zählt Robert Rodriguez dort neben seinem Kumpel Quentin Tarantino zu den Hoffnungsträgern des jungen Kinos. Unter dem Titel "Desperado" hat er seinen Erstling mit Antonio Banderas und Salma Hayek gleich noch einmal verfilmt. "El Mariachi" war übrigens bei seiner Erstausstrahlung im Fernsehen grob zensiert und kaum wieder zu erkennen.

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