In nicht allzu ferner Zukunft steht es schlecht um die Menschheit. Denn außerirdische Invasoren, Formics genannt, greifen immer wieder an. Nur dank des entscheidenden Eingreifens von Flotten-Kommandant Mazer Rackham hat die Erde noch eine Chance. Allerdings glaubt Colonel Graff nur an ein Überleben, wenn vor dem nächsten Angriff der insektenähnlichen Aliens aus einem Haufen talentierter Computer-Kids ein neuer Anführer gefunden wird. Tatsächlich beweist sich der eher schüchterne Ender Wiggin als brillanter Stratege. So wundert es nicht, dass er im militärischen Training immer wieder von Graff bevorzugt wird – bis sich schließlich sogar Mazer Rackham persönlich des Jungen annimmt, damit sich das Schicksal der menschlichen Rasse zum Guten wendet ...

An diesem widerwärtigen Kinder-Militär-Streifen hätten die Nationalsozialisten ihre wahre Freude gehabt. Denn schließlich wird hier der neue Führer vorgestellt. Dass sich ausgerechnet ein weißer Südafrikaner des Sciencefiction-Stoffes für Hollywood angenommen hat, ist zudem äußerst fraglich. Warum Schauspiel-Ikonen wie Harrison Ford, Ben Kingsley oder Viola Davis bei einem derart dummen Spektakel mitmachen, ebenso. Hier wird ziemlich schnell klar, dass man sich bei den Computer-verrückten Teenies anbiedern will, die schließlich alle davon träumen, mit ihren Fähigkeiten an der Tastatur einmal zum Helden zu werden. Da das Ganze auf dem Jugendbuch-Klassiker von Orson Scott Card basiert, hofft man nun auf einen kommerziellen Erfolg, um weiterhin das geneigte Publikum mit derlei Mist melken zu können. Denn schließlich haben schon eine Menge mittelmäßiger und zudem nicht sonderlich teure Werke (etwa die "Twilight - Biss zum Morgengrauen"- oder die "Die Tribute von Panem - The Hunger Games"-Reihe) bewiesen, dass kaum ein Film blöd genug sein kann, um erfolgreich zu werden – Hauptsache es gibt bunte Effekte und viel Action. Ein Trauerspiel - vor allem moralisch!



Foto: Constantin