Eine weitere historische Figur reiht sich in Nicole Kidmans Filmografie ein: Nach Virginia Woolf (2002), Martha Gellhorn (2012) und zuletzt Fürstin Gracia Patricia von Monaco (2014) wandelt die Australierin nun auf den Spuren der Forschungsreisenden und politischen Beraterin Gertrude Bell.

So sehr sie damals mit falscher Nase und strähnigen Haaren in ihrer Rolle als Schriftstellerin Woolf aufging - und zu Recht den "Oscar" holte -, umso weniger konnte Kidman diesen Effekt bei den anderen Persönlichkeiten wiederholen.

Auch dieses Mal gelingt es ihr nicht ganz: Sie wirkt filigran und ätherisch, aber nicht "tough enough" für eine Gertrude Bell.

Die Liebe verglüht im Sand

Erzählt wird, wie Gertrude aufgrund ihrer Intelligenz Schwierigkeiten hat, einen Mann zu finden. Sie sehnt sich nach der weiten Welt. Ihr Vater gibt ihrem Drängen Anfang des 20. Jahrhunderts nach und lässt sie nach Teheran reisen.

Unterwegs verliebt sie sich in ihren Aufpasser Henry Cadogan (James Franco), einen spielsüchtigen Diplomaten. Nachdem ihr Vater eine Hochzeit mit ihm untersagt hat, tötet sich Henry selbst. Gertrude lebt von da an nur noch für die Wüste und die Menschen im Nahen Osten, deren Kultur sie erforscht.

Bildgewaltig

Auch Regielegende Werner Herzogs weiterer Cast lässt zu Wünschen übrig: James Franco bleibt blass, und Robert Pattinson wirkt als "Lawrence von Arabien" schlichtweg kostümiert. Aber worum geht es Herzog eigentlich? Na klar, die atemberaubende Wüstenlandschaft! Seine Bilder sind von unvergleichlicher Schönheit.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Königin der Wüste":