Ein seltsamer Mord beunruhigt die Einwohner des beschaulichen Küstendorfs Pont Aven: Pierre-Louis Pennec, der hochbetagte Inhaber des legendären Hotels Central, das einst Gauguin und andere Künstlergrößen beherbergte, wird erstochen aufgefunden. Die Ermittlungen leitet Georges Dupin, ein in die bretonische Provinz strafversetzter Kommissar aus Paris. Dupin muss als Neuling vor Ort nicht nur die Geheimnisse Pennecs und dessen verwickelter Familiengeschichte ergründen, er hat auch mit dem eigenwilligen Volkscharakter der Bretonen zu kämpfen ...

Diesen ersten Fall der Kriminalfilm-Reihe setzte Regisseur Matthias Tiefenbacher ("Tatort - Das Wunder von Wolbeck", "Gestern waren wir Fremde") in Szene. Pasquale Aleardi schlüpft in der Reißbrett-08/15-Geschichte im Stil der müden "Miss Marple"-Whodunit-Stories in die Rolle des strafversetzten Kommissars - ebenfalls ein abgenudeltes Motiv der Filmgeschichte. An Aleardi in der Rolle des französischen Ermittlers liegt es sicher nicht, dass dieser Kriminalfilm zur Routine verkommt. Vielmehr ist es das Schema-F-Drehbuch von Martin Ess und Gernot Gricksch nach der Romanvorlage von Jean-Luc Bannalec, das dieses Werk lediglich zur Massenware degradiert. Allerdings profitiert "Kommissar Dupin" von der wunderbaren Naturkulisse der Bretagne, auch wenn die Landschaft gern als Stilmittel eingesetzt wird - man denke nur an Filme wie "Toni Costa - Kommissar auf Ibiza" (mit Hardy Krüger jr.), "Inspektor Jury - Der Tote im Pub" (mit Fritz Karl) oder die "Mordkommission Istanbul - Die Tote in der Zisterne"-Reihe (mit Erol Sander), die sich jeweils ihr Umfeld zunutze machten.

Foto: ARD Degeto/Sandra Hoever