Die junge österreichische Prinzessin Marie Antoinette wird mit König Louis XVI verlobt. Die überaus naive junge Frau kommt an den französischen Königshof und kann sich nach vielen Anlaufschwierigkeiten schließlich gegenüber der fiesen, intriganten Aristokratie durchsetzen...

Nach ihrem Oscar-Gewinner "Lost in Translation" erzählt Sofia Coppola erneut von Menschen, die sich in ungewohnter Umgebung einsam fühlen. Diesmal lenkt sie die Aufmerksamkeit auf den ausgehenden Absolutismus, zeigt die Auswüchse einer kranken Gesellschaft, kann aber mit der Zeit und dem Stoff nicht allzu viel anfangen. Viele Anachronismen (angefangen bei der modernen Musik) wirken absolut deplaziert und störend, zumal sie die Szenen nicht konterkarieren. So bleibt lediglich hängen, dass Marie Antoinette offenbar ein naives Blondchen und Modepüppchen war. Immerhin gab's 2007 den Oscar für die besten Kostüme, der an Milena Canonero ging. Aber dafür zwei Stunden im Kino sitzen?

Foto: Sony Pictures