Der Unternehmer Meyer-Cleve erstattet Anzeige gegen die Edelprostituierte Marion Hafner, die daraufhin verhaftet wird. Bei den Vernehmungen schweigt Marion jedoch beharrlich, erst auf das lukrative Angebot des Klatschjournalisten Axel Rottmann hin erzählt die "Lebedame" eine atemberaubende Skandalgeschichte über die Gäste ihres Bonner Edelbordells - zu denen auch besagter Meyer-Cleve zählt, der hier bei einem frivolen Maskenball auf seine vermeintlich wohlerzogenen Töchter Muschi und Buschi trifft.

Regisseur Rolf Thiele inszenierte hier nach "Das Mädchen Rosemarie" (1958) erneut eine Geschichte um die Doppelmoral der Bundesbürger in den Fünfziger- und Sechzigerjahren, die sich hinter der Fassade der Wohlanständigkeit ihren Vergnügungen hingaben und sich jede Störung verbaten. Thiele drehte einmal mehr mit "Mädchen Rosemarie" Nadja Tiller in der Rolle der Prostituierten, die beiden verwirklichten insgesamt elf Filme miteinander.

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