Eine Anruferin, die ihren Namen nicht nennen will, alarmiert um 17.30 Uhr den Hamburger Kriminaldauerdienst, weil sie ein junges Mädchen beim Klauen beobachtet hat. Teddy Schrader verweist die Frau an das Wachpersonal des betroffenen Supermarkts und will das Gespräch beenden. Doch die Frau lässt nicht locker: Gerade wegen dieser Sicherheitskräfte mache sie sich doch die Sorgen: die hätten das Mädchen in ihr Büro gezerrt, zur Leibesvisitation... Teddy versteht und macht sich zusammen mit Kriminalpsychologin Paula Bloom sofort auf den Weg. Im Supermarkt treffen sie auf die hübsche Mona Lopez. Die kleine Diebin bestätigt den Verdacht der anonymen Anruferin. Einer der Wachleute wollte Sex - zu dem es glücklicherweise nicht kam, weil er von einer Kassiererin gestört wurde. Konfrontiert mit dem Vorwurf der sexuellen Nötigung stoßen Teddy und Paula im Supermarkt auf eine Mauer des Schweigens. Und der beschuldigte Wachmannist hat schon Feierabend. Doch dann wird wenige Stunden später eine Leiche - eingerollt in einen Teppich - auf einem Haufen Sperrmüll gefunden ...

Auch diese dritte Folge der Reihe überzeugt durch eine spannende Story, starke Darsteller und glaubwürdige Charaktere. Regisseur Lars Becker lotet nicht nur die verbrecherischen Untiefen des dargestellten Mikrokosmos aus, sondern beschreibt auch sehr dicht und liebevoll die kleinen Fluchten und Freuden der Supermarkt-Trabanten. Becker inszenierte übrigens auch schon die beiden Vorgänger "Nachtschicht - Amok!" und "Nachtschicht - Vatertag" sowie die drei Nachfolger "Nachtschicht - Der Ausbruch", "Nachtschicht - Ich habe Angst" und "Nachtschicht - Blutige Stadt".