Fürst Hideyoshi ist im Japan des 16. Jahrhunderts aus einfachen Verhältnissen zum mächtigen Kriegsherrn und obersten Minister des Kaisers aufgestiegen und hat Rikyu zu seinem Teemeister gemacht. Dieser beherrscht die Teezeremonie wie kein zweiter und soll dem Glanz des Hofes dienen. Als Hideyoshi plant, in China einzumarschieren, rät ihm Rikyu davon ab und weigert sich, politische Komplotte zu decken. Die Freundschaft der beiden wird auf eine harte Probe gestellt. Hideyoshi muss sich schließlich entscheiden: für die Freundschaft oder für die Macht.

Hiroshi Teshigahara zeichnet in diesem opulenten Historienfilm zwei Charaktere, wie sie kaum gegensätzlicher sein könnten: Der eitle, nach Macht dürstende Fürst und sein bedächtiger Berater. Der Regisseur demonstriert in Bild und Ton das Prinzip der Teezeremonie: Der Weg ist das Ziel. Dazu lieferte der Avantgarde-Komponist Toru Takemitsu einen kongenialen Soundtrack. Der Film erfuhr mit "Seide und Schwert" sozusagen eine Fortsetzung.