Marianne und Johan haben sich seit ihrer Scheidung vor 32 Jahren nicht mehr gesehen. Keiner von beiden pflegt regelmäßigen Kontakt zu den gemeinsamen Töchtern Martha und Sara. Sara lebt jetzt im fernen Australien, die Autistin Martha ist in einem Pflegeheim untergebracht. Zurückgezogen lebt Johan, mittlerweile 86 Jahre alt, im Sommerhaus seiner Großeltern. In der schwedischen Provinz Dalarna genießt er die ländliche Idylle. An einem schönen Tag im Herbst beschließt Marianne, die weiterhin als Familien- und Scheidungsanwältin in Stockholm tätig ist, Johan einen Besuch abzustatten. In aller Vorsicht kommt es zur Wiederbegegnung dieses ehemals so streitsüchtigen Paares, noch einmal verbringen sie einige gemeinsame Wochen, tauchen ein in Vergangenes, erleben die Gegenwart ...

1973 drehte Regie-Legende Ingmar Bergman seine sechsteilige Fernsehserie "Szenen einer Ehe", die zu einem großen Publikumserfolg avancierte. Erst zu dieser Zeit erkannte man auch hierzulande, dass Bergman ein Erzähler realer Geschichten war, in denen sich ein breites Publikum wiederfand. So entschied sich der Regisseur schließlich noch im gleichen Jahr, die Serie in einer Szenen einer Ehe auch in die Kinos zu bringen - ebenfalls mit Erfolg. In seinem letzten Werk, "Sarabande", griff er schließlich fast 30 Jahre später die Geschichte wieder auf. Wieder geht es um unterschwellige Konflikte, die offen ausbrechen, um Vertrauen, Verlust und natürlich Bergmans Lieblingsthema, die Liebe. Doch wirklich Neues hatte Bergman hier nicht mehr zu erzählen, alles kommt des Zuschauer bekannt vor und so zieht sich die Geschichte recht zäh dahin.

Foto: Kinowelt