Berlin im Jahr 1938, kurz vor dem Zweiten Weltkrieg: Die leidenschaftliche Musikfreundin Ursula (Maria Furtwängler, Foto, l.) verfolgt mit leuchtenden Augen den Auftritt des Varieté-Sängers Wolfgang Heye. Ihre Freundin Hilde, der die Schwärmerei nicht verborgen bleibt, hilft dem Schicksal auf die Sprünge. So wird aus Ursula und Wolfgang ein Paar und aus der Schwärmerei die Liebe eines Lebens - in einer Zeit, in der die Liebe unmöglich scheint. Ursula und Wolfgang heiraten, gegen den Willen von Ursulas Eltern. Die halten wenig von der Ehe mit einem brotlosen Künstler. Zwei Kinder, Bärbel und Uwe, erblicken das Licht der Welt. Doch dann muss Wolfgang mit der deutschen Wehrmacht in den Krieg ziehen. In einen Krieg, an den er nicht glaubt. Ursula sucht inzwischen - einer persönlichen Kapitulation gleich - mit den Kindern bei ihren Eltern in Danzig Unterschlupf. Auch innerhalb ihrer Familie sind die Frontverläufe spürbar: Während sich Ursulas Vater Franz als Halbpole voller Widerstandsgeist gegen seine Vereinnahmung als Volksdeutscher wehrt, sind ihre Mutter Martha und ihr Bruder Hans glühende Anhänger des Führers ...

Dieser spannende wie aufwändig in Szene gesetzte Zweiteiler mit prominenter Besetzung von Regisseur Miguel Alexandre basiert auf dem biografischen Roman "Vom Glück nur ein Schatten" von Uwe-Karsten Heye, den Thomas Kirchner ("Das Wunder von Berlin", "Das Geheimnis im Moor") zu einer gelungenen Drehbuchvorlage verarbeitete. Alexandre, der schon mit "Die Frau vom Checkpoint Charlie" bewies, dass er auch Zweiteiler packend zu inszenieren weiß, setzte hier ganz auf seine Hauptdarstellerin Maria Furtwängler, die nach "Die Flucht" erneut gekonnt eine starke Frau verkörpert, deren Leben durch den Krieg aus den Fugen gerät.