Der junge Quanzi wird an einem Wintertag nach längerer Zeit aus dem Gefängnis entlassen. Auf der Suche nach seinen Verwandten muss er enttäuscht feststellen, dass sie alle inzwischen gestorben sind. Nur die alte Luo nimmt sich seiner an. Nur schwer findet Quanzi schließlich Arbeit, denn die Gefängniszeit macht es ihm fast unmöglich, sich in seiner alten und doch so veränderten Umgebung zurechtzufinden. Quanzi lebt ohne Freunde, trinkt und prügelt sich wahllos. Eines Tages lernt er die Sängerin Zhao kennen, in die er sich verliebt...

Regisseur Fei Xie verweist in seinem preisgekrönten Drama (Silberner Bär für Hauptdarsteller Jiang Wen bei den Filmfestspielen von Berlin) ständig auf westliche Kulturelemente, lässt Coca Cola-Dosen im Bild stehen, Marlboro rauchen, Werbestimmen preisen westliche Produkte an, Pornographie ist als moralische Bedrohung ebenfalls amerikanischer Provenienz. Genauso selten hat man in einem chinesischen Film so wenig gefestigte Persönlichkeiten, hilflos weinende Männer gesehen. Dies mag auch der Grund dafür gewesen sein, dass der Film in China von der staatlichen Zensur verboten wurde. Er zeigt China nicht zwingend auf dem Weg des ideologischen Umbruchs, sondern als ein Land mit Menschen, die schwache Individuen sind. Und das kann dem dortigen System wohl kaum gefallen.