Im Altersheim St. Bartholomäus genießen die munteren Senioren ihren Lebensabend. Die Stimmung wird nur durch den despotischen Oberpfleger Linprun getrübt, von dem sich die Alten ständig demütigen lassen müssen. Als eine rüstige alte Dame plötzlich und unerwartet stirbt, sind sich drei der Heiminsassen, Margarethe, Rudolf und Alfons, sicher: Der sadistische Pfleger hat die Frau umgebracht! Aber natürlich findet die Polizei, die bei Todesfällen in Altersheimen nur routinemäßig ermittelt, keine Beweise. Doch das Trio gibt nicht auf. Wenn man den verhassten Pfleger diesmal nicht als Mörder überführen kann, dann eben das nächste Mal. Und wo es keine Beweise gibt, muss man einfach welche schaffen. Ein raffinierter Plan entsteht.

Ohne Zugeständnisse an Genre-Erwartungen erzählt Udo Wachtveitl in seinem Debüt als Autor und Regisseur eine Komödie voll schwarzen Humors, die ständig mit den Erwartungen der Zuschauer spielt und ihnen immer wieder auf raffinierte Weise widerspricht - bis zu einem bitteren Ende. Wachtveitl, selbst schauspielerisch vor allem als Münchner Tatortkommissar Leitmayr bekannt, bot dem hochkarätigen Ensemble die Gelegenheit zu großer Leichtigkeit und Spielfreude. Mit dabei ist der inzwischen verstorbene Heinz Schubert, dem in seinem letzten Film noch einmal eine Figur gelang, die gerechtes Aufbegehren und missvergnügte Schlitzohrigkeit virtuos miteinander verbindet.