Wataru Hirayama, höherer Angestellter und Vater von zwei unverheirateten Töchtern, ist es gewohnt, die Geschicke seiner Familie in die Hand zu nehmen. Doch dann beschließt seine Tochter Setsuko, einen Mann zu heiraten, den sie sich selbst ausgesucht hat.

"Sommerblüten" ist der erste Farbfilm von Yasujirô Ozu. Seinen ersten Tonfilm drehte Ozu, der lange im Schatten von Kurosawa und Mizoguchi stand, im Jahr 1936. In der Zeit des chinesisch-japanischen Krieges (1937-1945) wurde die Zensur verstärkt. Alle Drehbücher wurden vor Drehbeginn kontrolliert und Yasujirô Ozu konnte in dieser Zeit lediglich zwei Filme inszenieren. Zwischen 1945 und 1963 dagegen drehte er - immer von derselben Equipe begleitet - 13 Filme, die eine humanistische Botschaft harmonisch mit einer bilderreichen, von großen Malern inspirierten Inszenierung verbinden. "Sommerblüten" beleuchtet auf humorvolle Weise den Generationenkonflikt - mit Sympathie für die Nöte des Familienvaters, mit Verständnis für die Töchter, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollen und mit Bewunderung für das diplomatische Geschick und die Herzlichkeit der Mutter.