New Jersey 1979: Gelangweilt von seinem tristen Alltag, sehnt sich der junge Tankwart Shane O'Shea nach dem aufregenden Glamour der New Yorker Partyszene, insbesondere nach dem legendären Nachclub "Studio 54". Sein Traum wird wahr, als Studioboss Steven Rubell ihn eines Abends aus der Schlange vergeblich auf Einlass wartender "Nobodys" herausgepickt und ihm den Zutritt in den Partytempel gewährt. Nach einer berauschenden Nacht wird Shane dort Barkeeper und gewinnt mit seinem ländlichen Charme die Sympathie der Stars und Sternchen. Doch sein schneller Aufstieg wird von den Exzessen der Partyszene überschattet, die Shane zunehmend in eine Abwärtsspirale aus Sex, Alkohol und Drogen ziehen ...

Trotz der nur dreijährigen Öffnungszeit zwischen 1977 und 1980 erlangte das "Studio 54" Kultstatus. Jeder, der etwas auf sich hielt oder "in" sein wollte, trieb es in den Luxustempel. Seit 1998 wird das Gebäude in der 54. Straße von der berühmten Roundabout Theatre Company für Inszenierungen populärer Broadway Musicals und Theaterstücke genutzt. An Abenden ohne Aufführungen finden im zweiten Stock unter dem Label "Upstairs at Studio 54" immer noch riesige Partys statt, zu deren Gästen Stars wie Gloria Estefan zählen. Regisseur Mark Christopher versuchte hier das faszinierende Partyleben des Nachtclubs zu neuem Leben zu erwecken. Doch wenn die Feste seinerzeit so steril, leblos und voller endloser Labereien waren, fragt man sich, wie der Club zu einem solchen Ruhm gelangen konnte. Zwar bietet Mike Myers als Studiobesitzer Steven Rubell eine gute Performance und auch Salma Hayek ist eine Augenweide, doch vollkommen uninspiriert torkelt hier Ryan Phillippe durch die Gegend. Dafür wurde Phillippe 1999 für den berüchtigten Razzie Award, den Preis für den schlechtesten Darsteller, nominiert.

Foto: ZDF/Kinowelt