Der Küster Otto Keller, ein sozial, psychisch und moralisch aus dem Gleichgewicht geratener Flüchtling, begeht mit einer gestohlenen Soutane einen Raubmord an dem Rechtsanwalt Vilette und beichtet dem jungen Pater Logan seine Tat. Der Pater ist durch das Beichtgeheimnis zwar zum Schweigen verpflichtet, nimmt Keller jedoch das Versprechen ab, sich der Polizei zu stellen. Doch Keller denkt nicht daran. Inspektor Larrue erfährt unterdessen, dass Pater Logan vor seiner Priesterweihe eine Affäre mit der verheirateten Ruth Grandfort hatte und bei einem Treffen mit ihr von Vilette überrascht wurde. Vilette nutzte sein Wissen, um Ruth zu erpressen. Da in der Nähe des Tatorts ein Priester gesehen wurde, richten sich nun alle Indizien gegen den Geistlichen, der unter Mordanklage gestellt wird...

Alfred Hitchcocks Mischung aus Drama und Krimi um einen Gewissenskonflikt - resultierend aus dem Beichtgehemnis - wirtk zwar etwas konstruiert, ist aber dennoch packend. Wie in vielen seiner Filme schöpft Alfred Hitchcock auch hier die Spannung nicht aus der Tat - dem Mord - sondern aus dem psychologischen und moralischen Konflikt, der sich aus dem Beichtgeheimnis entwickelt. Wieder variiert Hitchcock sein zentrales Thema: Ein Unschuldiger wird einer Tat bezichtigt, die ein anderer begangen hat. Hitchcock filmte in Quebec, um die typisch katholische Atmosphäre glaubhaft zu machen und bezog persönliche Ehe- und Glaubensprobleme in das packende Kriminaldrama ein.