Jährlich sterben in Deutschland mehr als 110.000 Menschen an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. In vielen Fällen auch, weil die Betroffenen nichts von ihrer Herzerkrankung wussten. Häufig werden auch Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes und hohes Cholesterin verharmlost.

Die Deutsche Herzstiftung will mit ihren bundesweiten Herzwochen auf die Probleme aufmerksam machen. In diesem Jahr steht die Aktion deshalb unter dem Titel "Herz unter Stress: Bluthochdruck – Diabetes – Cholesterin".

Im Aktionsmonat November finden mehr als 1 000 Seminare und Vorträge zu diesem Thema statt. Veranstaltungen in Ihrer Nähe finden Sie online unter: www.herzstiftung.de.

Kalium und Magnesium in der richtigen Menge

Bei Herzerkrankungen kann ein Kalium- oder Magnesiummangel schwere Folgen haben. Zu niedrige Werte im Blut können Herzrhythmusstörungen auslösen, die den Herzmuskel je nach Vorerkrankung schwächen. Nahrungsergänzungsmittel allerdings einfach auf reinen Verdacht einzunehmen, ohne zu wissen, ob ein tatsächlicher Mangel vorliegt, davon raten Ärzte ab.

Menschen mit einer Herzerkrankung sollten ihre Werte regelmäßig bei einer Blutuntersuchung testen lassen. Kaliumlieferanten sind vor allem Bananen, Trockenobst, Kartoffeln und Fenchel. Magnesium steckt in Hülsenfrüchten (Bohnen, Erbsen, Linsen) und Nüssen.

Grippe und Erkältungen belasten das Herz

Winter ist Erkältungs- und Grippezeit. Die Viren und Atemwegsinfekte verursachen allerdings nicht nur laufende Nasen und Halsschmerzen. Auch die Zahl der Herzinfarkte und anderer tödlicher Herz-Kreislauf-Ereignisse steigt zu dieser Jahreszeit.

Laut Forschung sind dafür auch Entzündungsreaktionen, die mit den Infektionen einhergehen, ein Grund. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt deshalb besonders älteren Menschen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Problemen eine Grippeschutzimpfung. Optimaler Impfzeitpunkt ist noch bis Ende Oktober.