15.09.2020 Schauspielerin

Kerstin Landsmann

Von Lara Hunt
Schauspielerin Kerstin Landsmann.
Schauspielerin Kerstin Landsmann. Fotoquelle: ZDF / Martin Rottenkolber

Seit fast zwei Jahrzehnten ermittelt Kerstin Landsmann als Kommissarin Vanessa Haas in der "SOKO Köln". Im Interview spricht sie über den Werdegang ihrer Rolle und erklärt, welche Krimis sie sich im deutschen Fernsehen wünschen würde.

Frau Landsmann, Sie sind seit 18 Jahren bei der SOKO Köln dabei.

Kerstin Landsmann: Ja, ich bin jetzt volljährig (lacht).

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Wird es nach all der Zeit nicht langweilig?

Ehrlich gesagt macht es immer noch total Spaß, sonst wäre ich auch nicht so lange geblieben. Es gibt bei der Crew eine Rotation, sodass auch immer jemand Neues dazukommt. Auf der anderen Seite hat man Kollegen, mit denen man seit Jahren gut und gerne zusammenarbeitet. Und ich mag meine Rolle.

Kann man sich schauspielerisch weiterentwickeln, wenn man immer dieselbe Rolle spielt?

Auf jeden Fall. Meine Rolle hat sich ja auch weiterentwickelt. Angefangen hat sie als Nichte der Hauptkommissarin mit einem Praktikum, mittlerweile ist sie selbst Kommissarin. Es ist also nicht so, als hätte ich die letzten 18 Jahre nur mit Kaffee kochen verbracht. Trotzdem ist es eine Herausforderung, der Figur treu zu bleiben und nicht einfach nur die Textzeilen aufzusagen. Da braucht es schon eine Liebe für die Figur – und eine ständige Entwicklung.

Was mögen Sie an der Figur der Kommissarin Vanessa Haas besonders?

Dass sie nicht die klassische Kommissarin ist. Das liegt auch an ihrem Werdegang. Am Anfang war sie sehr schrill und hat auch mal am Gesetz vorbei gearbeitet. Wenn da die Tasche eines Verdächtigen stand, hat sie zum Beispiel einfach mal geguckt, ob es darin Beweise gibt. Das blitzt auch heute noch bei ihr durch. Genau wie ihre flapsige Art im Umgang mit den Kollegen. Außerdem ist sie vielfältig, kann auch mal sportliche Aktionen machen und in Verhören ganz anders reagieren als eine Oberkommissarin es tun würde.

Sie stehen seit 25 Jahren vor der Kamera und haben viele Krimis gespielt. Liegt Ihnen das Genre oder liegt es eher am Angebot im deutschen Fernsehen?

Dass es so viel ist, ist wahrscheinlich Zufall. Aber es hat wahrscheinlich auch seine Berechtigung, dass so viele Krimis gemacht und gesehen werden. Ich würde mir wünschen, dass sich das deutsche Fernsehen trauen würde auch mal ganz anderes Krimis zu machen. Es gibt so tolle Autoren da draußen, mit innovativen Ideen und Erzählarten. Ich wünsche mir oft, dass diese Talente mehr Gehör finden. Die SOKO Köln ist schon mal anders als der 22-Uhr-Krimi, allein aus Jugendschutzgründen.

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