Gegensätze – unter diesem Design-Motto präsentieren sich die aktuellen Modetrends für Frühjahr und Sommer 2019. "Dazu gehören zum Beispiel Street-Attitüde und Sport, Technologie und Nachhaltigkeit, Nostalgie und Romantik", erklärt Gerd Müller-Thomkins, Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts (DMI) in Köln.

Vor allem die Damenmode sei zunehmend innovativer als noch in der vorherigen Saison. Jacken und leichte Sommermäntel zeigten mehr Volumen, ebenso wie Anoraks und "oversized" geschnittene Hoodies (Kapuzenoberteile), die übrigens gern zu Röcken, Blazern und Seidenblusen sowie Trackpants (eine Abwandlung der Jogginghose oder "Joggpants") getragen werden. Auch der Hosenanzug erhalte neuen Schwung durch expressive Farben.

In Sachen Farbe dominieren laut Müller-Thomkins intensive Rot- und Pinktöne ebenso wie strahlendes Gelb und kräftiges Grün, hinzu kommen Brauntöne und gelbe Farben wie etwa Safran und Maisgelb. Als Basisfarben, uni oder als Kombi-Partner, gelten Schwarz, Weiß sowie Beige- und Grautöne. "Weiß wirkt raffiniert und setzt ein starkes Statement."

Eines der absolut wichtigsten Kleidungsstücke für Damen ist in den Frühjahrs- und Sommermonaten das Kleid. "Die neuen Kleider wirken romantisch, nostalgisch." Trendig kombiniert werden sie zu klobigen Sneakers oder spitzen Slings und Pumps. Auch Tops, Blusen und Shirts – die Grenzen verschwimmen zunehmend – in feminin fließenden Optiken liegen weiterhin im Trend.

Zu den Neuheiten gehören Shirts ohne Kragen oder Varianten mit "Cut-outs" (Ausschnitten). Auch dabei seien weite Schnitte und der "Oversized-Look" anzutreffen. T-Shirts gehörten in den nächsten Monaten in jeden Damen-Kleiderschrank.

Farbig geht es auch in der Männermode zu: "Helle Grau- Nuancen treffen auf Weiß und sportive Blautöne von Royal bis Sky", sagt Gerd Müller -Thompkins. Getragen werden könnten individuelle Kombinationen, etwa Hoodie und Sakko, Shirt und Anzug.