Wer den Marketing-Slogan von Bad Homburg zum ersten Mal hört, könnte ihn für überkandidelt halten: "Champagnerluft und Tradition" klingt nach High Society und Hochadel. Zwar hat sich die gehobene Gesellschaft in der Stadt bei Frankfurt seit jeher wohl gefühlt, die Champagnerluft aber hat nichts mit dem Luxusgetränk zu tun, sondern mit den Fallwinden aus dem Taunus, die angenehme Kühlung bringen.

Doch nicht nur diese Luft, auch die Tradition ist in Bad Homburg spürbar. Während viele andere Kurorte neue Zielgruppen suchen und vor allem auf Wellness setzen, hat Bad Homburg sich erst recht auf Kur, Heilquellen und bestehende Kliniken besonnen. Was einen Besuch hier außerdem lohnt? Das verraten wir Ihnen.

Für einen Tag

In Sachen Kaufkraft belegt Bad Homburg im Bundesdurchschnitt Spitzenplätze. Startpunkt deshalb: die Louisenstraße, das Zentrum der Innenstadt mit vielfältigen Geschäften und hochklassiger Gastronomie, an der auch das Kurhaus liegt. Perfekt für einen Shopping-Trip. Restauranttipp: die Schreinerei Pfeiffer, ein urgemütliches Lokal mit Anspruch: "Wir verstehen unser Handwerk: die heimische Küche" – das beweist Küchenchef Artur Gajdzik zum Beispiel mit seinem Frankfurter Schnitzel mit grüner Sauce (www.schreinerei-badhomburg.de).

Hoteltipp: das Steigenberger direkt am Kurpark. Vor einem Jahr frisch renoviert, modern, aber gemütlich eingerichtet und mit hervorragendem Service überzeugt es als erstes Haus am Platz (www.steigenberger.com).

Für einen Kurztrip

Eines wird Ihnen in Bad Homburg ganz sicher nicht: langweilig. Dafür sorgen vielfältige Kultur- und Freizeitangebote. Entspannungstipp: Neben der im Kurpark gelegenen Taunus-Therme (www.taunus-therme.de) mit elf Saunen und Hamam bietet das "Kur-Royal Day Spa" (www.kur-royal.de) im historischen Kaiser-Wilhelms-Bad Erholung und Ruhe. Sauna, Heudampfbad oder Solebad werden ergänzt durch traditionelle Anwendungen, lokale Heilmittel wie Bad Homburger Heilton und spezielle Angebote, beispielsweise für Schwangere, oder Behandlungen für den Energiehaushalt.

Abends: Wie wäre es mit einem Besuch der 1841 eröffneten Spielbank? In deren Restaurant lässt sich wunderbar speisen, nebenan werden Klassiker wie Roulette angeboten (www.spielbank-bad-homburg.de). Das Flair: elegant, aber ungezwungen. Das Publikum: bunt gemischt. Ausflugstipp: Das Landgrafenschloss mit seinem Schlosspark, oberhalb der ebenfalls sehenswerten Altstadt mit ihren gediegenen Häusern und Gassen.

Für Kurgäste

Im medizinischen Bereich hat sich Bad Homburg einen Namen in der Rehabilitation gemacht. Neben den Hochtaunus-Kliniken, einem 2014 in Betrieb genommenen Krankenhaus, gibt es mit den Wicker-Kliniken, der Paul-Ehrlich-Klinik, der Klinik Wingertsberg und der Klinik Dr. Baumstark vier namhafte Reha-Einrichtungen. Daneben praktizieren in Bad Homburg zwei Badeärzte, und auch das Kur-Royal Day Spa bietet mit Krankengymnastik oder Lymphdrainage medizinische Anwendungen.

Für Golf- und Tennis-Fans

Die Beziehungen nach England waren in Bad Homburg seit jeher glänzend, unter anderem fuhr der Prince of Wales, der spätere englische König Edward VII., häufig hierher. Und das ist heute noch zu sehen. Erstens am mitten im Kurpark
gelegenen Golfplatz von 1889, dem ältesten Deutschlands (www.homburger-gc.de), dessen sechs Löcher immer noch spielbar sind (Platzreife vorausgesetzt), und zweitens am benachbarten Tennisclub, gegründet 1876, dem ältesten
Tennisclub auf dem europäischen Festland (www.tc-badhomburg.de).

Hin & weg

Bad Homburg liegt am Fuß des Taunus zwischen A 5 und A 661. Per Bahn erreichen Sie die Stadt mit der S 5 vom Hauptbahnhof Frankfurt oder der U 2 nach Bad Homburg-Gonzenheim. Weitere Informationen bekommen Sie im Internet unter www.bad-homburg-tourismus.de, postalisch bei der Tourist Info + Service, Louisenstraße 58, 61348 Bad Homburg v. d. Höhe, per E-Mail an tourist-infokurhaus@kuk.bad-homburg.de oder per Telefon: 06172/178-3710 bis -3713.