prisma besucht deutsche Kurorte und nimmt ihre Angebote unter die Lupe. Teil 1: Bad Salzuflen.

"Bad Salzuflen hat ein paar Jahre im Dornröschenschlaf gelegen", sagt Kurdirektor Stefan Krieger. Doch die Stadt ist aufgewacht und steckt mitten im Wandel – überall trifft man auf eine Mischung aus Alt und Neu. 2017 steht die Sanierung des Kurparks an. Wir haben uns umgeschaut und Tipps gesammelt.

Für einen Tag

Die Altstadt mit ihren Bauten der Weserrenaissance und das Kurviertel aus der Gründerzeit sind perfekt für einen Stadtbummel. Startpunkt: das Kurgastzentrum, ein denkmalgeschützter, ausgezeichneter Bau (1981–83) von Günter Behnisch. Mit dem Bad-Salzuflen-Orchester leistet sich die Stadt übrigens noch ein Kurorchester, das täglich (außer montags) vormittags und nachmittags im Konzerthaus oder Kurpark spielt. Einkehrtipp: Frühstück oder Kaffeepause im "Ambiente & Café am Salzhof".

Für ein Wochenende

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es für jeden Geldbeutel. Hoteltipp: das Altstadtpalais Lippischer Hof (www.hotel-lippischer-hof.de), ein extravagant eingerichtetes Vier-Sterne-Haus. Schon das Frühstück mit Blick über die Dächer oder das Dry Aged Beef in "Walter’s Pharmacy" sind den Besuch wert. Entspannungstipp: das VitaSol (www.vitasol.de), ein Thermalbad, das bewusst kein Spaßbad sein will. Stattdessen: ein Solebecken, in dem man schwebt wie im Toten Meer, wechselwarme Anwendungen, eine Saunalandschaft und ein eleganter Spa- und Fitness-Bereich. Abends: Probieren Sie die Cocktails im "Spirit of India", das auch zum Lippischen Hof gehört (www.spirit-of-india.de).

Für Kurgäste

Gradierwerke tun nicht nur bei Atemwegserkrankungen gut, auch gesunde Besucher wissen "Luft und Wasser wie an der See" zu schätzen. Eine Trinkkur mit Sole hilft der Verdauung, bei Osteoporose oder Nierenleiden, Solebäder bei Rheuma oder Stoffwechselstörungen. Weiterer Schwerpunkt: die Sole-Photo-Therapie bei Psiorasis. Und: Bad Salzuflen ist Kneipp-Kurort und allergikerfreundliche Stadt – viele Geschäfte und Restaurants sind auf sie besonders eingestellt. Ausflugstipp: die "Salzufler Landpartien" zu Zielen wie Corvey, Schloss Detmold oder Kloster Dalheim (www.salzufler-landpartien.de).

Zur Erholung

Im Vitalzentrum können nicht nur Kurgäste etwas für ihr Wohlbefinden tun. Hier werden auch Massagen, Klangwellenbäder oder Naturfango-Packungen sowie Yoga und Pilates angeboten. Das Ambiente: hell und modern.

Bei Tinnitus und Burnout

Das "Institut für Tinnitus Diagnostik und Therapie" (IN-TI) hat sich auf Menschen spezialisiert, die unter dem "Klingeln der Ohren" leiden. Mit ihrem lösungsorientierten Ansatz will Institutsleiterin Elke Loebnau ihnen in dreiwöchigen Kompaktkuren zeigen, was sie selbst für sich tun können. Sie betont: "Bei uns gibt es kaum Wartezeiten. Manchmal rufen verzweifelte Menschen bei uns freitags an und können montags schon kommen." Doch nicht erst, wenn es zu spät ist, bietet das IN-TI (www.in-ti.de) Hilfe. Für gestresste, vom Burnout oder Tinnitus bedrohte Menschen gibt es das "Energie atmen", ein preisgekröntes Fünf-Tages-Programm aus Coaching und Wellness, das Wege aus der Stressfalle aufzeigen und die Resilienz steigern soll. Preis pro Woche ohne Unterkunft: ab 469 Euro. Telefonische Infos: 05222/36 82 50 0.

Für Camper

Der Wohnmobilpark Flachsheide mit 66 Stellplätzen liegt günstig zwischen Wald und Thermalbad. Preis pro Nacht: ab sieben Euro. GPS-Daten: 08° 45' 02'' O, 52° 05' 51'' N.

Hin & weg

Die Stadt am Rand des Teutoburger Waldes liegt nahe der A 2 (Anschlussstelle Herford/Bad Salz uflen). Von Bielefeld mit seinem ICE-Bahnhof erreichen Sie sie ohne Umstieg in 1:15 h per Bus oder mit Umstieg in 30 min per Westfalen-Bahn. Weitere Informationen bekommen Sie beim Staatsbad Salz uflen, Tourist-Information, Kurgastzentrum, Parkstraße 20, 32105 Bad Salzuflen, Telefon: 05222/18 31 83.