24.07.2020 ReiseLaune

Fünf Dinge über Österreich, die Sie vielleicht noch nicht wussten

Von einer Weltreise im Taschenformat bis hin zum höchstgelegenen Wipfelweg Europas: Österreich bietet mit seinen beeindruckenden Landschaften vielfältige Möglichkeiten für Bewegung und Erholung, sorgt für Inspiration und besticht immer mit seiner Kulinarik. prisma und die Österreich Werbung stellen fünf Dinge vor, die Sie vielleicht noch nicht über unser Nachbarland wussten.

Eine Weltreise im Taschenformat machen – im Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol

In Osttirol liegt der Nationalpark Hohe Tauern, mit seinen über 3000 Meter hohen Bergen und einer vielseitigen Landschaft, wie man sie sonst nur auf einer Weltreise erleben kann. Wie am Südpol fühlt man sich beispielsweise weit oben im Virgental, wo sich eines der größten Gletscherplateaus der Ostalpen befindet. Wer sich eher nach Wüste sehnt, findet als Wanderer auf dem Aussichtspfad "Sudetendeutscher Höhenweg", eine unwirkliche, wüstenartige Mondlandschaft ähnlich der Hamada der Sahara. Wie am Yukon River in Kanada wähnt man sich an der Isel, dem letzten freifließenden Gletscherfluss der Alpen. Diesen Fluss, der ein einzigartiger Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten ist, erlebt man am besten zu Fuß, auf dem E-Bike oder im Kajak. Einen Hauch von Tibet weht um die Jagdhausalm, der ältesten Alm Österreichs. Auf 2000 Metern Seehöhe gelegen und eingebettet zwischen Felsen und Grasmatten, wird sie oft als "Klein Tibet" der Alpen bezeichnet. Erreichbar ist sie vom Defereggental mit dem E-Bike in rund zwei Stunden. Ein bisschen wie im US-amerikanischen Sequoia Nationalpark, mit seinen Mammutbäumen, geht es im Zedlacher Paradies zu. In dem 600 Jahre alten, lichten Lärchen-Bergwald reihen sich knorrige Baumriesen aneinander. Auf Rund- und Themenwegen erfährt man mehr über den Wald, seine Tiere und das einzigartige Ökosystem.

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James Bond auf eine weltweit einzigartige Weise in Sölden erleben

James-Bond-Darsteller Daniel Craig stand Anfang 2015 in Sölden am Gaislachkogel für "Spectre" vor der Kamera. Drei Jahre später wurde ihm und dem Film dort oben, auf fast 3050 Metern Höhe, eine weltweit einzigartige James-Bond-Erlebniswelt gewidmet. Besucher betreten die 1300 Quadratmeter große Ausstellung über einen ballistisch geformten Gang, den "Barrel of the gun" (Revolverlauf), um sich dann auf zwei Ebenen und in insgesamt neun Räumen auf die Reise durch interaktive Hightech-Galerien zu begeben. Sie alle drehen sich um das Markenzeichen und die klassischen Elemente eines James Bond Films. Ein Highlight ist das "Tech Lab", ein hochmoderner Raum, in dem Besucher nicht nur alte Requisiten bewundern, sondern auch mit modernsten Technologien interagieren können, die in den Filmen eingesetzt werden. Durch hohe Fensterfronten kommen aber auch spektakuläre Ausblicke auf die Berge und Täler Tirols nicht zu kurz, wozu natürlich auch die Originaldrehplätze von "Spectre" in Sölden zählen.

Wiener Wein und Heurigenkultur in der lebenswertesten Stadt der Welt genießen

Weltweit ist Wien die einzige Metropole, die innerhalb ihrer Stadtgrenzen nennenswerten Weinbau betreibt – und das mit langer Tradition. Immerhin 700 Hektar Weingärten prägen das Bild der österreichischen Hauptstadt, ihre Genusskultur und die lebendige Weinszene. Auf circa 80 Prozent der Rebflächen werden Weißweine angebaut und eine Spezialität ist der Wiener Gemischte Satz. Genießen kann man diesen und andere Sorten nicht nur in zahlreichen Lokalen in der Stadt, sondern auch am Stadtrand beim so genannten Heurigen. Das sind überwiegend familiär geführte Betriebe, die ihren eigenen Wein ausschenken und hausgemachte Köstlichkeiten anbieten. Diese Wiener Heurigenkultur zählt sein 2019 sogar zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Wer in Wien unterwegs ist, sollte also auf jeden Fall zum Heurigen gehen. Einen wunderschönen Ausblick auf die Skyline der lebenswertesten Stadt der Welt bietet zum Beispiel der Wieninger am Nussberg.

Moderne Architektur, innovatives Handwerk und ganz besondere Bushaltestellen im Bregenzerwald entdecken

Der Bregenzerwald in Vorarlberg ist als Modellregion etwas für Liebhaber von moderner Architektur und innovativem Handwerk. Hier, wo Holz seit jeher ein bedeutender Baustoff ist, haben die Baukünstler und Handwerker eine große Fertigkeit im Umgang damit erworben und viele neue Gebäude in den 23 Orten zeugen davon. Zwar basieren sie auf alten Bautraditionen, zeigen sich aber modern und ästhetisch mit viel Holz und Glas. Parallel zur neuen Architektur hat sich auch eine eigenständige, design-orientierte Handwerkerszene entwickelt, deren Werke im In- und Ausland gefragt sind. Rund 100 der innovativsten Handwerker haben sich im Werkraum Bregenzerwald zusammengeschlossen. "Schaufenster für die Handwerks- und Gestaltungskultur" der Region ist das Werkraumhaus, geplant vom bekannten Schweizer Architekt Peter Zumthor. Einblicke in die Gestaltungskompetenz der Bregenzerwälderinnen und Bregenzerwälder sowie in die Besonderheiten der Kulturlandschaft geben zwölf "Umgang Bregenzerwald"-Wege, durchwegs Dorfrundgänge. Für noch mehr moderne Architektur bietet sich eine Runde in der Gemeinde Krumbach an. Denn sie wird von sieben besonderen Bushaltestellen geziert. Neu gestaltet wurden die "Wartehüsle" im Rahmen des Projekts "BUS:Stop in Krumbach" von renommierten, internationalen Architekten.

Wandern auf dem höchstgelegenen Wipfelweg Europas bei Saalbach Hinterglemm

Im Talschluss von Saalbach Hinterglemm im Salzburger Land befindet sich der höchstgelegene Wipfelwanderweg Europas. Ein naturnaher Rundweg führt zunächst über zwei Kilometer durch Almen, Wiesen und Wälder, bis an der Lindlingalm der Baumzipfelweg beginnt. Zu ihm gehört der 600 Meter lange Wipfelweg – eine massive Lärchenholzkonstruktion mit Treppen, Türmen, Plattformen und Brücken in bis zu 30 Metern Höhe. Hier, mitten in den Baumkronen, warten Spielestationen rund um die Themen Geschicklichkeit, Wissen und Natur. Zum Baumzipfelweg gehört außerdem die "Golden Gate Brücke der Alpen". Sie ist 200 Meter lang und bis zu 42 Meter hoch und überspannt den Talschluss am Ursprung der Saalach. Bei ihrer Überquerung bietet sich eine atemberaubende Aussicht auf die umliegende Bergkulisse und auf die nächste Attraktion, die hier bereits wartet: der Hochseilpark, dessen Parcours seitlich und unter der Brücke entlangführen.

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