Chaos in der RTL-Show

"Die Verräter": Diese Schwäche könnte den Untergang der Loyalen besiegeln

18.08.2026, 11.05 Uhr
Eigentlich haben die Loyalen bei "Die Verräter" mehrfach den richtigen Riecher. Doch eine Schwäche sorgt dafür, dass ihre besten Spuren immer wieder verpuffen.
Sonja Zietlow steht vor einer Wand mit Fotos.
Sonja Zietlow moderiert "Die Verräter".  Fotoquelle: RTL

Achtung, Spoiler! In diesem Artikel geht's um die Handlung der bisherigen fünf Folgen.

Neun ausgeschiedene Loyale, kein einziger verbannter Verräter: Nach fünf Folgen könnte die Bilanz für Max Kruse, Marijke Amado und Ralph Morgenstern nicht besser sein. Dabei waren die Loyalen ihren Gegnern schon mehrfach näher, als der aktuelle Spielstand vermuten lässt. Doch warum scheitern sie dann immer wieder?

Das Problem zeigt sich schon in Folge eins. Als diskutiert wird, warum die Verräter nicht eine der Meise-Zwillinge ermordet haben, rutscht Max ein verräterischer Satz raus: "Wir haben uns das auch überlegt." Ania Niedieck bemerkt seinen Versprecher sofort. Doch anstatt am konkreten Verdacht dranzubleiben, verlieren sich die Loyalen in kopflosen Anschuldigungen – und werfen am Ende ausgerechnet Ania raus.

Max gerät ständig ins Visier – und rutscht immer wieder raus

Danach verschwindet Max nie ganz vom Radar. Papis Loveday schreibt ihn in Folge zwei als einziger Kandidat am Runden Tisch auf seine Tafel. In Folge drei stolpert Max dann erneut über seine eigene Wortwahl: eine Verbannung sei "für die Loyalen" besser, sagt er – so als gehöre er selbst gar nicht dazu. Urs Meier merkt sich das und bringt Max später am Runden Tisch zur Sprache.



Nur kommt jedes Mal irgendwas dazwischen – und oft müssen die Verräter dafür gar nicht nachhelfen. Vor allem persönliche Streits und spontane Bauchgefühle sind oft der Grund, weshalb die Gruppe eine richtige Spur wieder verlässt. So war etwa Ania auffällig unbeliebt, nachdem sie mehrere Kandidaten auf eine Todesliste setzen musste – und flog aus dem Schloss, obwohl es keinen wirklichen Anhaltspunkt gegen sie gab.

Ein neuer Verdacht überschreibt den alten

Dieses Muster zieht sich durch die ganze Staffel. Philipp Fleiter hat Marijke schon in Folge zwei genauer im Blick. Ihre Attacke auf eine angebliche Männergruppe aus Hardy, Philipp und Marcel bereitet auch ihrem Verräter-Kollegen Max Kopfschmerzen – denn niemand kann sich erinnern, die drei je gemeinsam gesehen zu haben. Verbannt wird am Ende trotzdem nicht Marijke, sondern der loyale Marcel.

Manchmal helfen die Verräter allerdings auch gezielt nach. In Folge drei arbeitet das Trio daran, Hardy verdächtig zu machen. Und es klappt: Obwohl Ralph am selben Morgen noch unter Druck stand und auch Max in der Folge erneut auffällt, konzentriert sich die Abstimmung fast komplett auf Hardy und Urs. Schlussendlich geht der Plan vollständig auf und Hardy wird verbannt.

Folge vier: So nah waren sie noch nie an Max

Auch in Folge vier zeigt sich das Problem. Eigentlich sind die Loyalen so nah an einem Verräter wie nie: Urs nennt Max mittlerweile den "großen Manipulator"; Papis, Nina und Julia Meise schließen sich dem Verdacht an. Am Runden Tisch bekommt Max fünf Stimmen, genauso viele wie Julia.

Unglücklicherweise entscheidet am Ende Philipps Dolch die Abstimmung, und der hat für Julia Meise gestimmt. Damit haben die Loyalen zwar mal wieder einen Verbündeten rausgeworfen – doch Julias Rauswurf sollte sie dem Ziel näherbringen – denn die Argumente gegen Max stehen weiterhin im Raum. Eigentlich sollte der Ex-Fußballer also den nächsten Runden Tisch nicht überstehen. Eigentlich.

Doch es kommt anders: Nina ist außer sich und beschimpft ihre Mitspieler als "strunzdoof" – und dann gerät plötzlich Philipp wegen seiner Stimme gegen Julia ins Visier, obwohl ja auch vier andere Kandidaten gegen sie gestimmt hatten. Nur Minuten nach der Abstimmung, die Max um ein Haar den Kragen gekostet hätte, ist der also gar kein Thema mehr. In Folge fünf erhält Max dann zum ersten Mal in der vierten Staffel keine einzige Stimme am Runden Tisch.

So werden die Loyalen die Verräter nicht schlagen

Den Loyalen fehlt es also nicht an guten Hinweisen, sondern an der Konsequenz, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Wenn Versprecher und konkrete Beobachtungen schon wenige Stunden später von persönlichen Streits und neuen Bauchgefühlen verdrängt werden, müssen die Verräter nicht einmal besonders geschickt spielen. Sie können einfach abwarten, bis ihre Gegner die richtige Spur irgendwann von selbst wieder verlassen.

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