Akira Kurosawa

Akira Kurosawa
Geboren: 23.03.1910 in Omori, Tokio, Japan
Sternzeichen: Widder
Gestorben: 06.09.1998 in Setagaya, Tokio, Japan

"Ich denke manchmal an meinen Tod, und bin erschrocken bei dem Gedanken, dass ich noch viele Dinge im Leben tun muss." Als Akira Kuroswa dies im Herbst 1976 in einem Gespräch sagt, ist er 65 Jahre alt. Der Gedanke an den Tod, auch an den Freitod, ist ihm nicht fremd. Er hat 1970 die gemeinsam mit Massaki Kobayashi, Keisuke Kinoshita und Kon Ichikawa gegründete Produktionsfirma "Club der 4 Ritter" mit dem Misserfolg von "Dodeskaden - Menschen im Abseits" (1970) in eine schwere Finanzkrise gestürzt. Kurz vor Weihnachten 1971 unternahm er einen Selbstmordversuch, weil er seine Kollegen mit ins Desaster gezogen hat.

Kurosawa hat sich physisch und psychisch erholt und noch ein Jahrzehnt lang bedeutende Filme gedreht, wie "Dersu Uzala" (1973) einen großen epischen Film aus der sibirischen Taiga gedreht, den man bei uns fälschlich als "Uzala, der Kirgise" ins Kino brachte. Danach entstanden noch "Kagemusha - Der Schatten des Kriegers" (1979), "Ran" (1984), "Akira Kurosawas Träume" (1990), "Rhapsodie im August" (1991) und "Madadayo" (1993).

Seine Freunde nennen ihn ehrerbietig Tenno, den Kaiser, und er ist eine der großen Respektpersonen der Filmszene. Am 23. März 1910 als jüngstes von sieben Kindern einer alten Samuraifamilie in Tokio geboren, geht er im Alter von 18 Jahren an die Kunstakademie und studiert westliche Malerei. Literarische Vorbilder sind vor allem Russen, Dostojewski, Gorki, Tolstoj, aber auch Shakespeare. Dennoch: Erst in seinem 12. Film "Der Idiot" adaptierte er 1951 Dostojewski.

Später sagt er: "Ich habe erst Erfahrungen sammeln müssen, bevor ich den großen Vorbildern gegenübertreten konnte. Nach der weltweiten Anerkennung von "Rashomon" ist der Bann gebrochen." "Rashomon" erhält 1951 in Venedig den Goldenen Löwen.

1956 dreht er "Das Schloss im Spinnwebwald" nach Shakespeares "Macbeth", ein Jahr später "Nachtasyl" nach Maxim Gorki und 1985 noch einmal eine Shakespeare-Verfilmung, "Ran" nach dem "König Lear". Seine meisterlichen Samuraifilme "Die sieben Samurai" (1954) und "Yojimbo - der Leibwächter" werden später als Western neu verfilmt (als "Die glorreichen Sieben" von John Sturges und als "Für eine Handvoll Dollar" von Sergio Leone).

Die Malerei ist sein Leben lang gegenwärtig: wie Sergej Eisenstein und Federico Fellini zeichnete er alle seine Dekors und Kostüme selbst. In Japan bezeichnet man Kurosawa lange als westlich, und obwohl er sich häufig nationaler historischer Geschichten angenommen hat und das Samurai-Thema immer wieder anklingt, hat er sich früh von der nationalen, auf dem Theater beruhenden Kinotradition entfernt und eine neue Filmsprache entwickelt: "Wer eine eindeutige Aussage machen will, der soll keine Filme drehen" hat er einmal gesagt.

1975 erhält er den Oscar für den besten ausländischen Film ("Dersu Uzala"), im gleichen Jahr den großen Preis von Moskau und den Preis der Internationalen Filmkritik. Für "Kagemusha", co-produziert von Francis Ford Coppola und George Lucas, bekommt er die Goldene Palme in Cannes, den britischen Akademiepreis, sowie den italienischen David für den besten ausländischen Film. Der von Serge Silberman produzierte Film "Ran" wurde mit dem Oscar für die besten Kostüme ausgezeichnet.

Für uns gilt Kurosawa als der Inbegriff des japanischen Kinos wohl deshalb, weil seine Beziehung zur Tradition des Landes einerseits und der sozialen Gegenwart des modernen Japans andererseits aus seinen Filmen heraus verständlich werden. "Die sieben Samurai" und "Ikiru" ("Leben"), der Film über einen einfachen Tokioter Angestellten, repräsentieren die beiden Seiten des bedeutenden japanischen Filmregisseurs, der seinem Stil nach japanisch, seinem Wesen nach aber durchaus international ist.

Weitere Regiearbeiten von Akira Kurosawa: "Ein streunender Hund" (1949), "Zwischen Himmel und Hölle" (1963).


Alle Filme mit Akira Kurosawa
TV-Programm
ZDF
Bares für Rares
Unterhaltung | 03:00 - 03:55 Uhr
RTL
Avatar - Aufbruch nach Pandora
Spielfilm | 01:45 - 04:35 Uhr
SAT.1
Der Teufel trägt Prada
Spielfilm | 02:10 - 04:00 Uhr
KabelEins
Mein Name ist Nobody
Spielfilm | 02:05 - 03:55 Uhr
RTL II
EXKLUSIV - DIE REPORTAGE
Report | 02:25 - 03:05 Uhr
RTLplus
Das Strafgericht
Report | 02:45 - 03:30 Uhr
arte
Metropolis
Kultur | 02:35 - 03:15 Uhr
WDR
Ein Herz und eine Seele
Serie | 02:25 - 03:10 Uhr
3sat
Hawaii - Inside Paradise
Report | 02:45 - 03:30 Uhr
NDR
Hallo Niedersachsen
Report | 02:45 - 03:15 Uhr
MDR
So schön ist Deutschland
Unterhaltung | 02:20 - 03:50 Uhr
HR
Erlebnisreise
Natur+Reisen | 03:00 - 04:30 Uhr
SWR
Dings vom Dach
Unterhaltung | 03:00 - 03:45 Uhr
BR
Wir in Bayern
Report | 01:40 - 03:10 Uhr
Sport1
SPORT CLIPS
Unterhaltung | 03:00 - 03:05 Uhr
Eurosport
Sendeschluss
Nachrichten | 01:30 - 08:30 Uhr
DMAX
Asphalt-Cowboys
Report | 02:50 - 03:35 Uhr
ARD
Falk
Serie | 20:15 - 21:00 Uhr
ZDF
TV-TippsZDFzeit
Report | 20:15 - 21:00 Uhr
RTL
Lifelines
Serie | 20:15 - 21:15 Uhr
VOX
Sing meinen Song - Das Tauschkonzert
Unterhaltung | 20:15 - 22:05 Uhr
ProSieben
Die Simpsons
Serie | 20:15 - 20:45 Uhr
SAT.1
Für Emma und ewig
TV-Film | 20:15 - 22:15 Uhr
RTLplus
Im Namen des Gesetzes
Serie | 20:15 - 21:05 Uhr
arte
TV-TippsMai 68
Report | 20:15 - 21:50 Uhr
WDR
Abenteuer Erde
Natur+Reisen | 20:15 - 21:00 Uhr
3sat
TV-TippsGift
TV-Film | 20:15 - 21:45 Uhr
NDR
Visite
Gesundheit | 20:15 - 21:15 Uhr
MDR
Umschau
Report | 20:15 - 20:45 Uhr
HR
Tobis Städtetrip
Natur+Reisen | 20:15 - 21:00 Uhr
SWR
Marktcheck
Report | 20:15 - 21:00 Uhr
BR
Tatort
Serie | 20:15 - 21:45 Uhr
Sport1
Storage Wars - Die Geschäftemacher
Serie | 20:30 - 21:00 Uhr
Eurosport
Radsport
Sport | 20:20 - 22:00 Uhr
DMAX
Steel Buddies - Stahlharte Geschäfte
Serie | 20:15 - 21:15 Uhr
ZDF
TV-TippsZDFzeit
Report | 20:15 - 21:00 Uhr
RTL
TV-TippsStarship Troopers
Spielfilm | 23:30 - 01:45 Uhr
arte
TV-TippsMai 68
Report | 20:15 - 21:50 Uhr
3sat
TV-TippsGift
TV-Film | 20:15 - 21:45 Uhr
Servus TV
TV-TippsGrasgeflüster
Spielfilm | 20:15 - 22:00 Uhr
ZDFneo
TV-TippsStralsund - Kein Weg zurück
TV-Film | 20:15 - 21:45 Uhr