Anne Bäbi Jowäger
28.02.2026 • 14:05 - 16:10 Uhr
Spielfilm, Heimatfilm
Lesermeinung
Meyeli wird Taufpatin: Heddy Koppé, Margrit Rainer, Peter Brogle, Fred Tanner (hinten), Kathrin Schmid, Hans Gaugler
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Das Glück ist perfekt: Margrit Winter als Anne Bäbi Jowäger, Kathrin Schmid als Meyeli
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Kein Trost von Gott: Ruedi Walter als Hansli, Franz Matter als Vikar
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Liebespfand: Kathrin Schmid als Meyeli, Peter Brogle als Jakobli
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Originaltitel
Anne Bäbi Jowäger
Produktionsland
CH
Produktionsdatum
1978
Spielfilm, Heimatfilm

Anne Bäbi Jowäger

Die resolute Bäuerin Anne Bäbi Jowäger (Margrit Winter) hat einen Hang zum Okkulten. Als ihr Sohn Jakobli (Peter Brogle) schwer erkrankt und um sein Augenlicht fürchten muss, besorgt sie sich beim Wunderheiler Vehhansli (Max Haufler) ein Elixir, anstatt den richtigen Doktor (Peter Arens) zu holen. Auf Geheiss der Wahrsagerin Schnupfseckli (Valerie Steinmann) macht sich Jakobli schliesslich zur Brautschau auf, denn die Heirat soll ihn heilen. Gegen so viel äusseren Druck kann auch der vernünftige Vater Hansli (Ruedi Walter) wenig ausrichten. Aber weder die Wahrsagerin noch der teure Trank von Vehhansli vermögen zu helfen. Ein kleines Wunder geschieht erst, als Jakobli die geldgierige Lisi (Linda Geiser), die ihm als Braut empfohlen wird, fallen lässt und sich stattdessen auf der Kirchentreppe ins zarte Bauernmädchen Meyeli (Kathrin Schmid) verguckt. Sie soll - obwohl aus armseligen Verhältnissen stammend - seine Frau werden. Zuerst aber gilt es, die Widerstände der raffgierigen Sippe vom Zyberlihoger unter dem Anführer Joggeli (Heinrich Gretler) zu überwinden. Und auch die Magd Mädi (Margrit Rainer), die sich Jakobli als Bräutigam angeln wollte, schmiedet unfreundliche Pläne. Doch die Liebe siegt, und das junge Paar heiratet. Das Glück scheint komplett, bis ihr Neugeborenes an Diphterie erkrankt. Erneut lässt Anne Bäbi, die ihren Enkel vergöttert, zu viel Zeit verstreichen. Als endlich der Doktor gerufen wird, ist dem Kind nicht mehr zu helfen. 1843 hatte die Berner Regierung bei Jeremias Gotthelf eine Schrift in Auftrag gegeben, welche die Kurpfuscher und Wunderheiler anprangern sollte, die sich zum Schaden der Schulmedizin auf dem Land umhertrieben. Seinem Temperament folgend schrieb Gotthelf, damals Pfarrer in Lützelflüh, einen ausladenden Roman in zwei Teilen, in dessen Zentrum das Thema des Glaubens, des Unglaubens und des Aberglaubens steht. Im März 1843 erschien der erste Teil von "Wie Anne Bäbi Jowäger haushaltet und wie es ihm mit dem Doktern geht", ein Jahr später folgte die Fortsetzung. Regisseur Franz Schnyder hielt sich bei seiner Verfilmung im Jahr 1960 vorerst an dieses Konzept. "Wie Jakobli zu einer Frau kommt" erzählte er komödiantisch, mit saftig derbem Humor. In "Jakobli und Meyeli" dann überwogen die feinen, stimmungsvollen Töne. Der mittelmässige Kinoerfolg liess Schnyder keine Ruhe. Bereits 18 Monate später fasste er die beiden Teile zu einem abendfüllenden, stark gekürzten Film zusammen. Und 1978 präsentiert der Regisseur und Produzent eine zweite, noch radikaler geschnittene Fassung. Allerdings ergänzte er den Film auch mit zusätzlichen Szenen, die er in den früheren Versionen nicht verwendet hatte.

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