Auf dem größten aller Kontinente lebt eine artenreiche Tierwelt. Die neue Naturdokureihe "Asien" zeigt die vielfältigen Wildtiere des Kontinents, wie sie noch nie zu sehen waren. Diese Folge der siebenteiligen Koproduktion von ZDF/"Terra X" und der BBC schildert die erstaunlichen Strategien, die Asiens Wildtiere entwickelt haben, um in Nachbarschaft von Menschen zu leben - denn Asien ist der bevölkerungsreichste aller Kontinente. Der Tiger, die mächtigste Großkatze Asiens, ist vom Aussterben bedroht. Die verbliebenen Populationen leben meist in abgelegenen Dschungelgebieten. Doch die erfolgreichen Schutzbemühungen der letzten Jahrzehnte haben dazu geführt, dass einige Großkatzen, die nach neuen Revieren gesucht haben, inzwischen direkt vor den Toren der indischen Stadt Bhopal leben. Dort gibt es reiche Jagdgründe. Nachts schleichen sich Tiger in die Stadt und reißen heilige Kühe. Solche Übergriffe tolerieren die Einheimischen, denn der Hinduismus lehrt Respekt vor allen Mitgeschöpfen. Tagsüber ziehen sich die urbanen Tiger in Verstecke vor der Stadt zurück. Ein Forschungsprojekt untersucht, ob diese außergewöhnliche Nachbarschaft auf Dauer gelingen kann. Die Koexistenz mit großen Pflanzenfressern ist oft noch schwieriger als mit Raubtieren. Auf Sri Lanka nutzen wilde Elefanten ihre massigen, tonnenschweren Körper, um Straßensperren für Fahrzeuge zu errichten und von den Insassen Maut zu verlangen - in Form von Obst, Gemüse oder Brot. Diese Leckereien sind nahrhafter als Gras und Blätter. Daher stoppen Elefanten auf einer Straße, die mitten durch ihren Lebensraum führt regelmäßig Busse. Besonders routiniert ist ein riesiger Bulle. Wenn er eine Zahlung erhält, lässt er die Fahrzeuge passieren. Durch seinen überzeugenden Charme ist er eine lokale Berühmtheit geworden: Raja - der König. Der Ursprung solcher ungewöhnlicher Formen der Nachbarschaft liegt oft darin, dass Menschen den Lebensraum der Wildtiere massiv verändert haben. Bangkok, die Hauptstadt Thailands, hat heute etwa zehn Millionen Einwohner. Vor rund 250 Jahren lag dort eine ausgedehnte Sumpflandschaft. Überreste davon lassen sich bis heute in verschiedenen Stadtparks zwischen den Wolkenkratzern entdecken. Dort leben Bindenwarane, große Echsen, die mehr als zwei Meter lang werden können. Zwischen Joggern und Erholungssuchenden gehen etwa 300 der Riesenechsen auf Nahrungssuche. Es ist eine der dichtesten Populationen von Waranen überhaupt. Mit großem Aufwand und vielen Entbehrungen ist es den Drehteams gelungen, bisher kaum bekanntes Tierverhalten zu dokumentieren. Dafür setzten sie auch hochauflösende Kameradrohnen und leistungsfähige automatische Kamerafallen ein. So liefert die Naturdokureihe "Asien" nicht nur neue Perspektiven, sondern auch neue Erkenntnisse. "Terra X - Asien: Hilfe für bedrohte Arten" wird am Sonntag, 12. Juli 2026, um 19.30 Uhr gesendet.
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