Der Zürich-Krimi: Borcherts Abrechnung
27.06.2026 • 23:55 - 01:25 Uhr
Serie, Krimireihe
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Originaltitel
Der Zürich-Krimi
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2016
Altersfreigabe
12+
Serie, Krimireihe

Der Zürich-Krimi: Borcherts Abrechnung

Im Zürcher Untersuchungsgefängnis wartet Anwalt Thomas Borchert auf die Auslieferung nach Deutschland. Dort soll er sich wegen Bestechung und Untreue im FonSonic-Skandal verantworten. Von seinem früheren Chef Zeidler bekommt er ein perfides Angebot: Wenn Borchert alles auf seine Kappe nimmt, gibt es einen Deal mit der Staatsanwaltschaft. Darauf möchte sich der geschasste Manager aber nicht einlassen. Ihm bleibt jedoch nur wenig Zeit, um zu beweisen, dass nicht er, sondern sein untergetauchter Kollege Enrico Strasser die Millionen unterschlagen hat. Dabei ist Borchert zunächst auf sich alleine gestellt, denn die junge Anwältin Dominique Kuster weigert sich, ihn zu verteidigen. Im zweiten Teil der Krimi-Reihe mit Christian Kohlund muss Borchert seinen Kopf aus der Schlinge ziehen und den wahren Schuldigen überführen. Thomas Borchert (Christian Kohlund) hat reichlich Nehmerqualitäten bewiesen, jetzt aber kommt es knüppeldick: Im FonSonic-Skandal geht es nicht mehr nur um Korruption, sondern auch um Unterschlagung. Vom Firmenkonto für "Kundenakquise" sind Millionenbeträge abgezweigt worden - entweder von ihm oder seinen beiden Kollegen Enrico Strasser (Kai Scheve) und Frederic Kuhn (Janek Rieke). Der eine ist inzwischen untergetaucht, der andere hat Selbstmord begangen. Borcherts ehemaliger Chef Zeidler (Markus Boysen) möchte das nutzen, um die gesamte Schuld auf ihn abzuladen. Wenn Borchert mitspielt, gibt es einen Deal mit der Staatsanwaltschaft. Für die Bedenkzeit wieder auf freiem Fuß, muss sich der Anwalt erst einmal einen Rechtsbeistand suchen. Sein alter Freund, der Staranwalt Reto Zanger (Robert Hunger-Bühler), scheint eher für die Gegenseite zu arbeiten, und dessen Tochter, die idealistische junge Anwältin Dominique Kuster (Ina Paule Klink), lehnt das Mandat wegen Borcherts Verwicklung in die schmutzigen Geschäfte seiner ehemaligen Firma ab. Sie lässt sich aber überreden, bei der Wiederbeschaffung gestohlener Unterlagen, die Borcherts Entlastung dienen könnten, zu helfen. Borchert vermutet, dass der untergetauchte Strasser bei ihm eingebrochen ist, um genau dies zu verhindern. Von anderer Seite wird kurz darauf gezielt kompromittierendes Material in Umlauf gebracht: Die Zeitung des investigativen Journalisten Max Friedländer (Dominik Weber) veröffentlicht auf Druck der Chefredakteurin (Regula Grauwiller) ihnen zugespielte Fotos von Sexpartys, die Borchert, Strasser und Kuhn in Brasilien nach erfolgreichen "Geschäftsabschlüssen" gegeben haben. Diese widern nicht nur Frederics trauernde Ehefrau Isabell (Maria Boettner) an, sondern auch Anwältin Dominique und Polizeihauptmann Furrer (Felix Kramer). Dass sein Ruf ruiniert ist und er zu seinen Fehlern stehen muss, hat Borchert längst akzeptiert. Und auch, dass er auf vermeintlich alte Freunde wie Matthias Duplessis (Richard van Weyden) nicht zählen kann. Doch die Wahrheit will er auf jeden Fall aufdecken - koste es, was es wolle. Reinen Tisch mit seiner Vergangenheit muss Borchert im zweiten Zürich-Krimi der Reihe machen. Dabei zeigt Hauptdarsteller Christian Kohlund mit eindringlichem Spiel nicht nur die raubeinige, sondern auch die verletzliche Seite der Titelfigur. Unbeugsam findet er bei seiner Abrechnung zur Wahrheit zurück - auch wenn diese für ihn zuweilen schmerzhaft und gefährlich ist. Damit stellt Borchert den Idealismus seiner jungen Anwältin auf die Probe. Die von Ina Paule Klink verkörperte junge Juristin bildet das Gegengewicht zu dem welterfahrenen Haudegen. Unter der Regie von Carlo Rola zeigt der spannende Krimi, wie es hinter der schillernden Fassade der Finanz- und Geschäftswelt zugehen kann und wie schnell hohe Summen dazu verführen, jegliche Moral über Bord zu werfen.

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