Die Flut - Zwischen Wut und Mut
14.07.2022 • 22:15 - 23:15 Uhr
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Originaltitel
Die Flut - Zwischen Wut und Mut
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2022
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Eine deutsche Katastrophe

Von Eric Leimann

Ein Jahr nach der großen Flut im Ahrtal, der Eifel und der Voreifel reisen Dunja Hayali und Sarah Tacke durch die verwüstete Region. Was haben die Menschen erlebt – und wie geht es ihnen heute? Die ZDF-Reportage zieht eine Bilanz, bei der die Betroffenen im Mittelpunkt stehen.

Noch vor wenigen Jahren fühlten sich die Deutschen ziemlich sicher. Eine Pandemie? Eher der Stoff eines dystopischen Science-Fiction-Films. Krieg in Europa inklusive der Möglichkeit eines Atomschlages? Ebenfalls Science-Fiction, aber noch wesentlich unwahrscheinlicher. Selbst dass Naturkatastrophen unsere "gemäßigte Region" wirklich desaströs treffen könnte, hielt man trotz – offenbar immer noch gut zu ignorierenden Warnungen vor einem dramatischen Klimawandel – für eher unwahrscheinlich. Dann jedoch erschütterte den Westen Deutschlands eine Flut, die man so noch nicht erlebt hatte. Im Juli 2021 ergoss sich eine Unwetter-Katastrophe über das Ahrtal, die Eifel und Voreifel.

Ein Jahr später besuchen die Reporterinnen Sarah Tacke und Dunja Hayali für den ZDF-Film "Die Flut – Zwischen Wut und Mut" die betroffenen Ortschaften an Ahr und Erft. Sie lernen Menschen kennen, die noch immer unter Verlust und Traumata leiden. Auch, weil sie am Papierkrieg mit Behörden und Versicherungen verzweifeln. Doch natürlich gibt es im Film auch Beispiele von Mut und Hoffnung für die Zukunft. Doch noch einmal zurück in der Zeitlinie: Am 14. Juli 2021 ereignet sich eine Unwetter-Katastrophe, die in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ganze Orte verwüstet: Brücken, Straßen, Bahnlinien und Häuser werden einfach weggeschwemmt. 184 Menschen sterben in den Fluten.

Sarah Tacke, Dunja Hayal: Routen der Zerstörung

Für die Reportage waren die ZDF-Reporterinnen auf zwei getrennten Routen unterwegs: Dunja Hayali reiste nach Erftstadt, Bad Münstereifel, Altena, Stolberg und Mechernich (alles in NRW) und traf dort auf von der Flut betroffene Menschen, auch auf Bürgermeister, Fluthelfer und Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr. Sarah Tacke war vor allem im Ahrtal (Rheinland-Pfalz) unterwegs – von Schuld ging es bis Bad-Neuenahr-Ahrweiler, von Marienthal bis Ahrbrück. Tacke sprach dort mit Campingplatzbesitzern, Versicherungsanwälten oder war im Spendenverteilzentrum sowie in Schulen zu Gast.

Die Gesprächspartner im Film bilden einen Querschnitt der betroffenen Bevölkerung ab. Das ZDF möchte Erzählungen liefern, die "repräsentativ für Tausende individueller Fluterlebnisse und schmerzvolle Verlusterfahrungen" sind, "aber auch des Wiederaufbauwillens der leidgeprüften Menschen". So heißt es in einem Programmtext des Films von Gert Anhalt, Christoph Warneck und Christine Gloos. Klar ist: Dieses Programm ist kein Rückblick, keine Bilanz der Katastrophe und auch kein "Reenactment", das eine Katastrophe nochmal erlebbar und nachvollziehbar machen möchte. Eher schon eine menschliche Analyse und emotionale Bestandsaufnahme, was die Flut mit Rettern und Geretteten gemacht hat. Dass Deutschland und die Deutschen verwundbarer geworden sind, dürfte während der 60 Minuten klar werden. Aber man beschäftigt sich auch mit der Frage, wie man solche Erlebnisse und Katastrophen in Zukunft verhindern könnte.

Die Flut – Zwischen Wut und Mut – Do. 14.07. – ZDF: 22.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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