Die wilde Schönheit der Pyrenäen
04.03.2026 • 16:15 - 17:00 Uhr
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
Lesermeinung
Ein idyllisches und dramatisches Hochgebirge, und doch noch immer ein Geheimtipp: Die Pyrenäen. Der Lac d'Oo ist eines der Wahrzeichen.
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Gänsegeier in den Pyrenäen. Sie gehören zu den größten Vögeln Europas. Im Vallée d‘0sseau im Pyrenäen-Nationalpark konnten sie durch konsequente Schutzmaßnahmen vor dem Aussterben gerettet werden.
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Der "train jaune", der Gelbe Zug, verbindet die Dörfer in den östlichen Pyrenäen.
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Die Pont d'Espagne ist ein Wahrzeichen der Pyrenäen, die die natürliche Grenze zwischen Spanien und Frankreich bilden.
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Originaltitel
Die wilde Schönheit der Pyrenäen
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2020
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

Die wilde Schönheit der Pyrenäen

In dem Hochgebirgszug mit rund 200 Gipfeln über 3000 Meter hoch, steilen Schluchten, abgeschiedenen Tälern und Bergdörfern leben die Menschen in enger Verbundenheit mit der wilden Natur. Doch so einzigartig die Pyrenäen sind, die meisten Menschen kennen sie nur von der Überquerung auf dem Weg von Frankreich nach Spanien. Die Dokumentation begibt sich der Länge nach auf die Reise, vom Mittelmeer bis zum Atlantik, durch die französischen Pyrenäen. Es ist zugleich eine Reise durch das Jahr in diesem besonderen Stück Europa. Der "Pic du Midi de Begorre" ist eines der Wahrzeichen der Pyrenäen. Der 2877 Meter hohe Berggipfel liegt im Département Hautes-Pyrénées, berühmt für das Observatorium mit dem größten Spiegelteleskop Frankreichs. Mit einem weiteren Teleskop ließ die NASA in den 1960er-Jahren die Mondoberfläche nach geeigneten Landeplätzen für die Apollo-Mission absuchen. Im Winter geht es dort für Julie Constant auf eine Piste, um die sie alle Skifahrerinnen und Skifahrer beneiden: Im Tiefschnee fährt sie 1700 Höhenmeter vom Pic du Midi hinab ins Tal, durch enge Schluchten und mit waghalsigen Sprüngen von hohen Klippen. Das dürfen nur Menschen wie Julie: Sie ist ausgebildete Bergretterin und -führerin in diesem Gebiet und dort aufgewachsen. Ins Herz der Pyrenäen führt der "Petit Train Jaune", der "Kleine gelbe Zug". Ein regulärer Nahverkehrszug, aber wohl auch der ungewöhnlichste der französischen Bahngesellschaft. Einige Wagen sind 100 Jahre alt. Für Régis Bienvenue und die anderen Techniker in der Werkhalle von Villefranche ist die Instandhaltung dieses Oldtimers eine Herausforderung. Im Sommer sind es dann aber hauptsächlich Touristen, die die Fahrt durch die engen Schluchten über schwindelerregende Brücken und durch zahlreiche Tunnel genießen. Gisèle Gouazé ist eine der letzten Schafzüchterinnen. Sie treibt ihre Herde noch jedes Frühjahr auf die Sommerweide im Hochgebirge. Für die traditionelle Transhumance, den Almauftrieb, ist sie mit ihrer Familie und 300 Schafen tagelang zu Fuß unterwegs. Doch seit in den Pyrenäen wieder Braunbären angesiedelt wurden, fallen jedes Jahr Hunderte Schafe den Bären zum Opfer. Ganze Herden geraten in Panik vor den Bären und stürzen die Klippen hinab. Auch Gisèle hat in einer der vorherigen Sommersaisons bereits über 200 Schafe verloren. Daher macht sie sich in diesem Jahr voller Sorgen auf den Weg hinauf auf die Sommerweide. Das Vallée d'Ossau ist die Heimat der Gänsegeier. Mit einer Flügelspannweite von 2,70 Metern gehören sie zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Didier Peyresqué seilt sich an den Steilwänden zu den Nestern ab. Riskant, doch notwendig, um die Jungvögel beringen zu können und damit zu schützen. Die Gänsegeier galten lange als vom Aussterben bedrohte Art. Inzwischen leben im Vallée d'Ossau, dem Tal der Geier, wieder über 140 Gänsegeierpaare. Die Pyrenäen sind nicht zuletzt eine der großen Herausforderungen der alljährlichen Tour de France, die Bergetappen sind traditionell die anstrengendsten des Radrennens. Marc Lebreton sammelt historische Fahrräder und fährt mit anderen Enthusiasten die legendären Routen auf originalen, 100 Jahre alten Rennrädern nach. Ohne Gangschaltung.

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