Einsatz im Bremer Getreidespeicher
24.03.2026 • 18:15 - 18:45 Uhr
Info, Wirtschaft + Konsum
Lesermeinung
Technik Vorarbeiter Niels Kocerka bereitet mit einem Kollegen die Beladung eines Binnenschiffs mit Weizen aus dem Getreidespeicher vor.
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Vorarbeiter Marc Radzanowski gibt beim Löschen der Getreidefrachter über Funk Anweisungen an die Kollegen.
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Der denkmalgeschätzte alte Bremer Getreidespeicher.
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Niels Kocerka ist für die Technik am alten Getreidespeicher verantwortlich, überprüft die neue Baggerschaufel am Schiffsanleger.
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Originaltitel
Einsatz im Bremer Getreidespeicher - Tradition und Technik an der Kaikante
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
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Einsatz im Bremer Getreidespeicher

Marc Radzanowski (45) steht mit Funkgerät an der Kaikante, wenn Frachtschiffe Getreide für den großen Speicher in Bremen anlanden. Der Vorarbeiter ist dafür verantwortlich, dass Tausende Tonnen Bio-Sonnenblumenkerne, Hafer oder Rapsschrot sicher und trocken in den Silozellen landen. Bevor sich die riesige Baggerschaufel in die Schiffsladung gräbt, wird eine Probe auf Feuchtigkeit und Schädlingsbefall genommen. "Käfer im Speicher sind unser Albtraum", so Radzanowski, der Getreidetransporte auch schon mal zurückschickt. Der historische Getreidespeicher in Bremen galt vor rund 100 Jahren als einer der modernsten Umschlagsplätze für Getreide. Heute ist der "Koloss von Bremen" ein Industriedenkmal - und dennoch weiterhin Anlaufpunkt für Schiffe aus verschiedenen Ländern. Im neunstöckigen Backsteingebäude werden Weizen aus Schweden, Sojabohnen aus der Ukraine oder Leinsamen aus Kasachstan gelagert. 25 Männer arbeiten auf der Anlage. Von den endlos langen Förderbändern bis zum alten Transportfahrstuhl bedienen sie viel Technik aus den Anfängen des vergangenen Jahrhunderts. Das macht die Arbeit der einzigen Frau im Speicher zu einer besonderen Herausforderung. Christina Meyer ist für die Qualitätssicherung verantwortlich, patrouilliert regelmäßig auf den neun Stockwerken. "Ich liebe den Charme des alten Speichers, aber er bereitet mir auch schon mal Bauchschmerzen", sagt sie. Die denkmalgeschützten Fassaden stellen sie auch vor Probleme. Der Schutz vor Witterung und Mäusen ist eine ihrer Herausforderungen. Unterstützung bei der Suche nach Problemlösungen, die mit dem Denkmalschutz vereinbar sind, gibt es von Technik-Vorarbeiter Niels Kocerka. Der 28-Jährige muss täglich improvisieren, wenn Probleme auftauchen. Er kennt das Innenleben des Gebäudes bestens, lebt seit seiner Kindheit in Sichtweite zum Speicher. Regelmäßig bietet er Interessierten Führungen im historischen Speicher an, einem der größten zusammenhängenden Backsteingebäude Europas. "Die Nordreportage" begleitet die Menschen vom alten Getreidespeicher, ist dabei, wenn sich Arbeiter an 20 Meter hohen Betonwänden abseilen, um Silozellen für Frischware vorzubereiten. Und die Kamera läuft, wenn Küstenmotorschiffe Getreide aus Übersee anlanden oder kleine Binnenschiffe mit Korn beladen werden.

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