Das heutige Braunkohlekraftwerk auf dem Industriegelände von Schwarze Pumpe ist eine Kathedrale der Stromerzeugung und höher als der Kölner Dom. Und doch ist es eher klein im Vergleich zu dem Energiezentrum, das hier ab 1955 aus dem Boden gestampft wurde. Es versorgte fast die gesamte DDR mit Stadtgas und das halbe Land mit Strom. 20.000 junge Leute zogen in die damals fast menschenleere Lausitz. Angelockt von Neubauwohnungen und guten Löhnen. Es war der Wilde Westen des Ostens, Aufbruch und neue Heimat. Vieles aber, was sich hinter den Toren des Industriegiganten zutrug, blieb bis zur Wende ein Staatsgeheimnis. Denn hier musste um jeden Preis eine Energieversorgung auf Basis der Braunkohle entwickelt werden. Das war überlebenswichtig für die junge DDR, weil sie von den Steinkohlegruben des Ruhrgebiets und des Saarlandes abgeschnitten war. Ein Projekt weltweit ohne Beispiel. Während die Staatsführung das Projekt zur "Flamme des Sozialismus" verklärte, mussten immer wieder technologische Probleme, Havarien und Explosionen bewältigt werden. Gefragt war Ingenieurskunst und Improvisationstalent. Den Preis für den Kraftakt zahlten die Menschen in der Lausitz. Die sorbische Bevölkerung verlor durch die Tagebaue einen nicht geringen Teil ihres Siedlungsgebiets. Am stärksten aber litt die Gesundheit der Anwohner. Krebs und Lungenkrankheiten, auch bei Kindern, wurden totgeschwiegen und bewusst in Kauf genommen. Vor allem nachts wurden Filteranlagen abgeschaltet, um die Produktion hochzuhalten. Nach der Wende wurden die riesigen Anlagen fast vollständig abgerissen, tausende Menschen verloren ihre Arbeit. Die De-Industrialisierung Ostdeutschlands vollzog sich hier wie im Zeitraffer. Heute ist rund um das Kraftwerk Schwarze Pumpe eine Industrielandschaft entstanden, die vielen Menschen wieder Arbeit gibt. Mit dem geplanten Braunkohlenausstieg muss sich der Industriestandort abermals neu erfinden.
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