Ins Land der geraubten Menschen
10.03.2026 • 23:15 - 00:10 Uhr
Info, Recht + Kriminalität
Lesermeinung
Die Filmautorin Antonella Berta in San Luca Aspromonte in Kalabrien. Die Entführungsindustrie war hier ein Hauptgeschäft der Ndrangheta.
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Francesco Pisano und Annalisa Pittau wurden 1984 zusammen auf Sardinien entführt.
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Giuseppe Soffiantini wurde 1997 entführt.
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Originaltitel
Ins Land der geraubten Menschen - Italiens Entführungsindustrie
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2017
Info, Recht + Kriminalität

Ins Land der geraubten Menschen

700 Entführungen in 30 Jahren - die Entführungsindustrie hat zwischen 1970 und 2000 Italien in Atem gehalten. Es traf Familien, Kleinunternehmer, Reiche, Industrielle - Männer, Frauen, Kinder. Einige von ihnen blieben bis über zwei Jahre gefangen, sie kamen als gebrochene Menschen zurück. Manche Familien sind an der Last des Schicksals zerbrochen, Unternehmen wurden von den Lösegeldzahlungen in den Ruin getrieben. Von 100 Entführten fehlt jede Spur. Es wurde viel Geld erpresst, der Staat wirkte machtlos, wenige Täter wurden gefangen. Die 'Ndrangheta hat mit den Entführungsmillionen den Grundstein für ihr Drogenimperium gelegt. Die Filmautorin Antonella Berta kennt die TV-Meldungen über Entführungen aus ihrer Kindheit in den italienischen Alpen. Das Thema war damals allgegenwärtig. Als 1980 drei deutsche Kinder entführt wurden, kam mit dem Schicksal der Familie Kronzucker, die in der Toskana Urlaub machte, das Thema auch in die deutschen Nachrichten. Das ganze Ausmaß der Entführungsindustrie blieb aber verborgen. Wie konnte die italienische Entführungsindustrie so lange Zeit existieren? Was ist aus den Opfern geworden? Und wer sind die Täter? Um Antworten auf ihre Fragen zu finden, begibt sich die Filmautorin auf eine Reise durch ihr Geburtsland - von den Alpen in die Toskana, von Sardinien nach Kalabrien. Sie begegnet ehemaligen Opfern, die monatelang im Wald, in Karsthöhlen oder in Löchern unter der Erde gefangen gehalten wurden. Sie fährt auch an die Orte, an denen die Entführerbanden ihre Opfer einsperrten, in die Barbagia auf Sardinien und den Aspromonte in Kalabrien.

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