Tibet - China: Das stille Verschwinden
10.03.2026 • 23:15 - 00:40 Uhr
Natur + Reisen, Land + Leute
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Der 14. Dalai Lama feierte unlängst seinen 88. Geburtstag – und je älter er wird, desto stärker gewinnt die Frage seiner Nachfolge an Bedeutung für die Zukunft Tibets, aber auch für das internationale geopolitische Gleichgewicht.
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Tibet, Spielball der beiden bevölkerungsreichsten Staaten der Erde: Die Spannung zwischen der Volksrepublik China und Indien verstärkt sich durch Uneinigkeit bezüglich der Nachfolge des Dalai Lamas in Tibet.
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China ist entschlossen, den nächsten Dalai Lama allein zu bestimmen – Indien, die Vereinigten Staaten und Europa unterstützen Tibet, das seit der Annexion durch China im Jahr 1950 seine Autonomie fordert.
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Originaltitel
Le Tibet face à la Chine, le dernier souffle ?
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2023
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Tibet - China: Das stille Verschwinden

Der 14. Dalai Lama ist inzwischen 90 Jahre alt - und je älter er wird, desto stärker gewinnt die Frage seiner Nachfolge an Bedeutung für die Zukunft Tibets, aber auch für das internationale geopolitische Gleichgewicht. Indien, die Vereinigten Staaten und Europa unterstützen Tibet, das seit der Annexion durch China im Jahr 1950 seine Autonomie fordert. Nun zeigt sich China entschlossen, den nächsten Dalai Lama allein zu bestimmen, was eine Radikalisierung der Debatte befürchten lässt. Die Spannungen zwischen der Volksrepublik und Indien werden durch den seit 1962 schwelenden Grenzkonflikt zwischen den beiden Staaten verstärkt. Als Mao Tsetungs Volksbefreiungsarmee in Tibet einmarschierte, verlor Indien seinen buddhistischen Nachbarn und stand dem kommunistischen Regime nun direkt gegenüber. Angesichts des Schicksals des tibetischen Volkes, das zur Assimilation gezwungen wurde, gewährte Indien dem 14. Dalai Lama und zahlreichen anderen Flüchtlingen Asyl - sehr zum Missfallen des ʺGroßen Vorsitzendenʺ. Seitdem kommt es vor allem im umstrittenen Grenzgebiet im Himalaja unablässig zu Konflikten. Nicht zuletzt konnte die Volksrepublik sich durch die Machtübernahme in Tibet wertvolle Bodenschätze wie Chrom, Kupfer, Borax, Uran und Lithium sichern. Ferner erlangte sie die Kontrolle über die Quellen der größten Flüsse Asiens, worin Indien eine Bedrohung für seine Süßwasservorräte sieht. Als Spielball der beiden bevölkerungsreichsten Staaten der Erde, die mittlerweile zu großen Wirtschaftsmächten aufgestiegen sind, haben es die Tibeter nicht leicht, ihrer Stimme Gehör zu verschaffen, allen Bemühungen ihres geistlichen Oberhaupts zum Trotz.

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