Tödliche Pflege - der Serienmörder im eigenen Haus
28.11.2026 • 01:10 - 01:40 Uhr
Info, Recht + Kriminalität
Lesermeinung
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Info, Recht + Kriminalität

Tödliche Pflege - der Serienmörder im eigenen Haus

ARD Crime Time Tatwaffe Insulin Zwischen 2015 und 2018 arbeitete der polnische Hilfspfleger Grzegorz W. als 24-Stunden-Betreuung in 69 deutschen Haushalten. Statt zu pflegen, tötete er: Mit Insulin-Überdosen ermordete er pflegebedürftige Menschen und bestahl sie - Bargeld, Schmuck, sogar Artikel des täglichen Bedarfes wie Klopapier. Die Staatsanwaltschaft München klagte ihn im März 2019 an. Im Oktober 2020 verurteilte das Landgericht München den damals 38-Jährigen wegen dreifachen Mordes und versuchten Mordes zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung. Sein Motiv: Habgier und der Wunsch nach Ruhe. Der Angeklagte hatte keine pflegerische Ausbildung, nur einen Crashkurs absolviert, und war in Polen vorbestraft. Bei den Vermittlungsagenturen in Polen und Deutschland musste er kein Führungszeugnis vorlegen. Dennoch schickte man ihn jahrelang zu Pflegebedürftigen, deren Angehörige glaubten, ihre Eltern und Großeltern seien in guten Händen. Der Fall offenbart ein tiefes strukturelles Problem: In Deutschland leben über fünf Millionen Pflegebedürftige, rund 80 Prozent werden zu Hause betreut. Viele Familien setzen auf osteuropäische Betreuungskräfte, vermittelt über Agenturen. Doch der Pflegemarkt ist unzureichend reguliert: Arbeitszeiten, Qualifikationen und medizinische Handlungen werden kaum kontrolliert, die Agenturen haften nicht. Der Fall Grzegorz W. gilt als einer der erschütterndsten Kriminalfälle der letzten Jahre - und als Mahnmal für ein System, das dringend Reformen braucht.

Das beste aus dem magazin

Ein Paar steht im Sonnenuntergang am Strand und hat sich in den Armen.
Reise

Der Winterurlaub verändert sich

Kanaren statt Kälte, Ägypten statt grauer November, Thailand statt Winterjacke: Wenn es in Deutschland ungemütlich wird, zieht es viele Urlauber in die Sonne. Doch bei der Wahl des Winterziels zählen längst nicht mehr nur Wärme und Strand. prisma zeigt, welche Trends es gibt.
Leonora Huth schaut seitlich.
HALLO!

Leonora Huth über ihre Karriere: "Ich habe auf mein Bauchgefühl gehört"

Trotz des verpassten ESC-Auftritts hat Leonora Huth musikalisch Fuß gefasst. Nach der Deutschland-Tour arbeitet sie nun an ihrem Debütalbum, das 2027 erscheinen soll.
Prof. Dr. med. Fadi Al-Rashid im weißen Kittel.
Gesundheit

Neue Behandlung bei Angina pectoris

Ein Sinus-Reducer kann bei refraktärer Angina pectoris den Blutfluss verbessern und die Lebensqualität steigern. Der minimalinvasive Eingriff bietet Hoffnung für Herzpatienten.
Professor Dr. med. Markus Krämer schaut in die Kamera.
Gesundheit

Multiple Sklerose: moderne Therapien sind hochwirksam

Ein 18-jähriger Schüler fragte sich, ob er trotz Multiple Sklerose ein normales Leben führen könne. Dank moderner Therapie lebt er heute schubfrei und ist kürzlich Vater geworden.
Rosalie Thomass vor blauem Hintergrund.
HALLO!

Die Neue in Franken: Rosalie Thomass im Interview

Rosalie Thomass ist die neue Ermittlerin beim Tatort Franken. Im Interview spricht sie über ihre Rolle als Emmy Rathgeber, die Zusammenarbeit mit Fabian Hinrichs und ihre weiteren Projekte wie "Wäldern" und "Lügen über meine Mutter".
Ein handy mit dem Hashtag Wechseljahre.
Gesundheit

Weltmenopausetag

Die Wechseljahre betreffen jede Frau und sind geprägt von Hormonumstellungen und möglichen Beschwerden wie Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen. Der Weltmenopausetag bietet Anlass, mehr Bewusstsein für diese Phase zu schaffen.