Tucholsky in Frankreich
21.03.2026 • 22:45 - 23:40 Uhr
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Bahnhofsuhr am Gare de l'Est in Paris: Kurt Tucholsky reiste im Frühjahr 1924 als Korrespondent nach Frankreich.
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"Peter Panter": Kurt Tucholsky schrieb unter verschiedenen Pseudonymen.
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Mary Gerold (1927): Tucholskys zweite Ehefrau lebte mit ihm zeitweise in Paris.
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Porträt Kurt Tucholsky (1927)
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Originaltitel
Tucholsky in Frankreich
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Info, Dokumentation

Tucholsky in Frankreich

Am 6. April 1924 fährt Kurt Tucholsky, die herausragende Oppositionsfigur der Weimarer Republik, zum damaligen Erzfeind nach Frankreich. Im Gepäck hat er eine Idee: Er will durch sein Schreiben die Franzosen den Deutschen näherbringen und gängige Vorurteile widerlegen. Wird ihm das gelingen? Der Film beleuchtet diese bislang kaum dokumentierte Periode (1924-1929) des berühmten Schriftstellers in Frankreich. Auch seine wenig bekannte Liebesbeziehung zu Mary Gerold, mit der er ab 1924 verheiratet war und die später für seinen Nachruhm noch immens wichtig werden sollte, spielt in dieser Phase eine wichtige Rolle. Zudem schärft sich in Paris sein Blick auf den heraufziehenden Faschismus in Deutschland - eine Entwicklung, die durchaus Parallelen zur heutigen Zeit aufweist. Der Film ermöglicht eine völlig neue Perspektive auf Werk und Vita Tucholskys - mehr als 90 Jahre nach seinem Tod am 21. Dezember 1935. Eine filmische Spurensuche, die die damalige und heutige Zeit in Paris und Berlin verschränkt, in Zeiten antidemokratischer Bewegungen überall in Europa aktueller denn je ist und zum Nachdenken anregt. Die Aktualität seiner Texte spiegelt sich auch in den musikalischen Interpretationen des deutsch-französischen Punk-Duos Les Millionnaires sowie der Schauspieler Robert Stadlober und Jasmin Tabatabai, die auch die Erzählerin des Films ist, wider.

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