Werk ohne Autor
06.04.2026 • 00:00 - 02:55 Uhr
Spielfilm, Drama
Lesermeinung
Professor Carl Seeband (Sebastian Koch) lässt sich von Kurt Barnert malen
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Kurt (Cai Cohrs) in der Ausstellung „Entartete Kunst“ mit Ausstellungsführer Heiner Kerstens (Lars Eidinger)
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Professor Antonius van Verten (Oliver Masucci) während einer Vorlesung
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Kurt Barnert (Tom Schilling)
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Originaltitel
Werk ohne Autor
Produktionsland
D, I, USA
Produktionsdatum
2018
Altersfreigabe
12+
Spielfilm, Drama

Werk ohne Autor

Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck erzählt in "Werk ohne Autor" eine beeindruckende Künstlerbiografie vor dem Hintergrund deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die Verbrechen des Dritten Reiches, das sozialistische Kulturverständnis der DDR und der Aufbruch der BRD-Kunstszene in den 1960er Jahren bilden Bezugspunkte auf dem Weg eines jungen Malers, seinen eigenen künstlerischen Ausdruck zu finden. In der Hauptrolle zeigt der vielfach ausgezeichnete Tom Schilling eine grandiose Schauspielleistung. An seiner Seite sind unter anderem Paula Beer und Sebastian Koch zu sehen. Bei der Oscar-Verleihung ging das virtuos gefilmte Biopic nicht nur als Bester fremdsprachiger Film, sondern auch in der Kategorie Beste Kamera ins Rennen. Die DDR in den 1950er Jahren: Der hochtalentierte Maler Kurt Barnert (Tom Schilling) ist auf dem Weg, ein bedeutender Künstler des Sozialistischen Realismus zu werden. An der Dresdener Kunstakademie lernt er die begabte Modestudentin Ellie (Paula Beer) kennen. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick - und schon bald zieht Kurt als Untermieter in die großbürgerliche Villa von Ellies Familie ein. Dass ihr Vater, der angesehene Frauenarzt Professor Seeband (Sebastian Koch), wegen seiner NS-Verbrechen unter falschem Namen in dem Arbeiter- und Bauernstaat untertauchen musste, ahnt Kurt nicht. Genauso wenig weiß er, dass sich ihre Lebenslinien schon einmal gekreuzt haben: Sein opportunistischer Schwiegervater in spe ist verantwortlich für den Tod von Kurts geliebter Tante (Saskia Rosendahl), die im Dritten Reich ein Opfer der Euthanasie wurde. Die Erinnerung an die lebenslustige und kunstbegeisterte Verwandte begleitet Kurt sein ganzes Leben. Als er - inzwischen mit Ellie in die BRD geflüchtet - in den 1960ern an der Düsseldorfer Akademie studiert, beginnt Kurt unbewusst, seine Biografie zu verarbeiten. Ohne es zu wissen, schafft er ein ungewöhnliches Gemälde, das eine unentdeckte Verbindung zwischen Täter und Opfer herstellt. Es ist für ihn die Befreiung aus einer tiefen Schaffenskrise und der Anfang, seinen eigenen Ausdruck zu finden.

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