Wundermittel Cortison: Neue Forschung - Weniger Nebenwirkungen
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Gesundheit + Medizin, Dokumentation
Wundermittel Cortison: Neue Forschung - Weniger Nebenwirkungen
Cortison ist eins der stärksten entzündungshemmenden Medikamente, hat aber Nebenwirkungen. Forschende entschlüsseln den Wirkmechanismus, um neue Therapien zu entwickeln. Die Nebenwirkungen können gravierend sein: Bluthochdruck, Osteoporose und das berüchtigte Vollmondgesicht. Sogar Psychosen können auftreten. Doch bislang sind Glukokortikoide unverzichtbar. Wie weit ist die Suche nach neuen, verträglicheren Medikamenten? Ob bei Allergien, Asthma oder chronischen Darmentzündungen - für viele Betroffene gehört die Therapie mit Cortison zum Alltag. Es unterdrückt das Immunsystem und stoppt Entzündungen enorm schnell. In der Notfallmedizin rettet es Leben. Cortison wirkt, indem es im Körper dieselben Signalwege nutzt wie das körpereigene Hormon Cortisol. Auch für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen ist seit über 80 Jahren im Akutfall Cortison das erste Mittel der Wahl - jedoch nicht als Dauertherapie. Nicht nur auf Social Media wird nun immer häufiger vor Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit der dauerhaften Einnahme gewarnt. Die Psychologin Katja Wingenfeld von der Charité Berlin ordnet den Trend zum "Cortisol-Detox" wissenschaftlich ein und erklärt, warum das Hormon Cortisol für den Körper lebenswichtig ist. Generell überdenken Medizinerinnen und Mediziner den Einsatz von Cortison, überarbeiten Behandlungsleitlinien, setzen auf niedrigere Dosierungen - und konsequentes Ausschleichen der Therapie. Am Helmholtz Zentrum München erforscht die Molekularbiologin Henriette Uhlenhaut gemeinsam mit ihrem Team, wie Cortison auf den sogenannten Glukokortikoid-Rezeptor wirkt und so Entzündungen steuert. Diese Erkenntnisse könnten die Entwicklung neuer Medikamente grundlegend verändern. Aber was macht die Suche nach Alternativen mit viel Wirkung, aber wenigen Nebenwirkungen so schwer? Und wie könnten neue Medikamente aussehen? Um 20.15 Uhr beleuchtet die "NANO Doku" relevante wissenschaftliche Themen, die uns bewegen; um 21.00 Uhr diskutieren die Moderatorinnen Alena Buyx und Stephanie Rohde im Wechsel im "NANO Talk" mit ihren Gästen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven über das Thema.
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