Sie sind ständig auf Achse, ohne ein Ziel zu haben: Ein namenloser Fahrer und sein Mechaniker kreuzen mit ihrem aufgemotzten 1955er Chevy durch die USA und fahren Straßenrennen. Als sie eine junge, aber ebenso ziellose Anhalterin mitnehmen, verändert sich die Dynamik für eine Weile. An einer Tankstelle gehen sie auf das Angebot eines Pontiac-GTO-Fahrers ein, ein Rennen nach Washington D.C. zu fahren - der Gewinner soll das Auto des anderen bekommen ...

Nach den beiden gelungenen Western "Ritt im Wirbelwind" und "Das Schießen" inszenierte Regisseur Monte Hellman dieses düstere wie wortkarge Roadmovie um zwei junge Helden der Landstraße, die sich ihren Lebensunterhalt mit illegalen Beschleunigungsrennen finanzieren. Von dem Sänger James Taylor und dem Beach-Boy-Drummer Dennis Wilson (in ihrem jeweils einzigem Filmauftritt) gekonnt verkörpert, finden sie ihren Widerpart in einem geheimnisvollen Sportwagenfahrer alias Warren Oates. Ähnlich wie der zwei Jahre zuvor entstandene Klassiker "Easy Rider" spiegelt Hellmans Regiearbeit das Lebens- und Freiheitsgefühl einer ganzen Generation wider. Von der Kritik hochgelobt, war "Asphaltrennen" ein kolossaler Flop an den Kinokassem, wird aber bis heute von seinen Fans heiß geliebt. Achten Sie auf die junge Laurie Bird als Anhalterin, die von Regisseur Hellman aus über 500 Kandidatinnen ausgewählt wurde. Die aus New York stammende Schauspielerin und Fotografin spielte insgesamt in nur drei Filmen - neben "Asphaltrennen" in Hellmanns "Cockfighter" und in Woody Allens "Der Stadtneurotiker". 1979 nahm sich Bird in dem New Yorker Penthouse ihres Freundes Art Garfunkel im Alter von nur 25 Jahren das Leben.

Foto: Universal