Der 35-jährige Bubby wird von seiner Mutter seit seiner Kindheit in einem grauen Kellerloch gefangen gehalten. Sie füttert ihn, sie schlägt ihn, und nachts missbraucht sie ihn als Sex-Spielzeug. Eines Tages gelingt Bubby die Flucht. Er tötet seine Mutter und den gerade aufgetauchten Vater. Danach beginnt er zögernd, die Freiheit zu erkunden ...

Rolf de Heers schockierende Attacke auf die moderne Zivilisation ist eine eigenwillige Variante von "Kaspar Hauser" und "Forrest Gump", in der ein brillanter Nicholas Hope die australische Welt aus ungewöhnlicher Sicht zeigt. Trotz einiger Längen faszinieren hier besonders die ausgeklügelten Toneffekte und der Einsatz von 31 Kameramännern - einer für jede Einstellung von Bubbys Sicht der für ihn fremden Welt. Das provokante Porträt eines außergewöhnlichen Menschen wurde 1993 bei den Filmfestspielen in Venedig mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.

Foto: ZDF/Bildstörung/C. Baiersdörfer & A. Beneke GbR/Ian Jones