Oberschlesien 1943: Der polnisch-katholische Bauer und Kriegsgewinnler Leon versteckt die aus einem Güterzug entkommene Jüdin Rosa, die während der Flucht ihren Mann und ihren Sohn aus den Augen verloren hat. Ohne lange zu zögern, pflegt der Bauer die völlig verstörte und vom Fieber geschüttelte Frau gesund. Rosa, die gebildete Jüdin aus gutem Hause, ist hin und her gerissen zwischen Zuneigung für ihren einfachen, aber liebenswerten Beschützer einerseits und Ekel vor dem opportunistischen und bauernschlauen Mann auf der anderen Seite ...

Agnieszka Holland inszenierte dieses Drama als intensives Kammerspiel, das den Schwerpunkt auf den psychologischen Gehalt der Story legt. Dank der hervorragenden Darsteller kam dabei packende Unterhaltung heraus, die ab und an jedoch mit quälender Intensität daherkommt.

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